Der Jakobsweg, von Saint Pied de Port bis Santiago de Compostela
Liebe Freunde,
wir haben uns entschieden, eine Auszeit zu nehmen.
Warum jetzt und nicht später.
später..…..wann ist das?
Kaum hat der Tag begonnen, ist es schon sechs Uhr abends.
Kaum am Montag angekommen, ist es schon wieder Freitag.
… und der Monat ist vorbei.
… und das Jahr ist vorbei.
… und schon sind 40, 50, 60, 70 Jahre unseres Lebens vorbei.
Plötzlich wird uns bewusst, wie viele Menschen wir schon verloren haben.
Eltern, Verwandte, Freunde und Bekannte.
Ein Zurück gibt es nicht!
Also lasst uns die Zukunft genießen, die uns bleibt!
Wir sollten die Zeit, die uns bleibt, mit Gelassenheit und Zuversicht genießen.
Versuchen wir das Wort „später“ zu eliminieren.
Ich mache es später.
Ich denke später darüber nach.
Später ist es vielleicht zu spät.
Denn, was wir nicht verstehen ist:
Später ist der Kaffee kalt.
Später ist die Gesundheit vorbei.
Später wird der Tag zur Nacht.
Später endet das Leben.
Also heben wir nichts für später auf, denn in der Zwischenzeit können wir die besten Momente verlieren.
Die beste Familie
Die besten Freunde
Der Moment ist jetzt.
Wir sind nicht mehr in dem Alter, in dem wir es uns leisten können, ein später auf morgen zu verschieben, was sofort getan werden kann.


Die Auszeit, 6 Monate unterwegs – Der Jakobsweg


Es ist vollbracht, unser Mobil ist beladen. Die Fahrräder auf der Hängerkupplung und unser „Oskar“ der Roller, in der Garage verstaut.
Die Vorbereitungen für unsere „Auszeit“ begannen schon vor etlichen Jahren.
Dazu diente mir zuerst einmal ein Wanderführer für den Jakobsweg.
Ich habe mich für das Buch vom KOMPAS Verlag, „Jakobsweg in 40 Tagestouren“ entschieden.
Hier ist die Länge, der täglichen Wanderroute, so zwischen 17 bis 29 km am Tag.
Dann habe ich mich mit den Stellplätzen, Parkplätzen etc. für unser Mobil beschäftigt.
Neun Meter Fahrzeuglänge, müssen ja irgendwie parkend untergebracht werden.
Folgende Foren bzw. Apps haben mir dabei geholfen:
- http://www.campingcar-infos.com/index.php
- https://areascamper.com/
- https://www.lapaca.org
- https://www.areasac.es/area-autocaravanas
- https://www.campercontact.com/de/spanien
- https://www.promobil.de
- https://linertreff.com/board/
- https://womo-iberico.de/stellplaetze
Dazu noch viele Infos aus diversen anderen Foren.
Dazu ist noch zu sagen, die Seite von „WOMO Iberico“ zählt für mich zu den besten Seiten, die es für Spanien gibt.
Alles wurde dann noch zusätzlich über Google Earth und StreetView angesehen und regelrecht am Rechner abgefahren.
Somit konnte ich bereits im Vorfeld alle Plätze, Parkstreifen etc. festlegen, ohne dass bei der Fahrt am jeweiligen Ziel zu großer Stress aufkommt.
Festfahren und in einer engen Ortsstraße drehen, das ist nicht mein Ding, vor allen Dingen dann, wenn man alleine an Bord ist und keine „Einweiserin“ dabei hat, denn Petra läuft ja gerade.
Rückwärts mit dem Arto einparken, bergauf, das geht auf Grund der „elendigen FIAT – Comformatik“ schon überhaupt nicht.
Mit allen diesen Vorbereitungen sind wir jetzt unterwegs.
Ach noch ebbes (etwas), sollte der Leser irgendwelche Fehler in unserem Machwerk finden, so kann er diese gerne behalten……..
Meinungen, Gefühle, Feststellungen, die Plätze betreffen, sind unsere ganz persönlichen.
Zu unserer Navigation ist folgendes gesagt:
Straßenkarten, alles natürlich analog, von Frankreich, Spanien und Portugal , in Papier, sind an Bord.
Unsere elektronische GPS – Navigation besteht, wie seit vielen Jahren, zum Einen aus einem Mini PC (WIN XP), im Handschuhfach eingebaut, mit Monitor auf dem Armaturenbrett, der mit dem Programm „Großer Routenplanrer vom Marco Polo“ gefüttert ist. Nur dieses Programm hat einen GPS – Piloten, mit dem man super navigieren kann. Dieses Programm, aus dem Hause Map & Guide – PTV, benutzen wir schon seit über 20 Jahren. Darin sind über 27.000 Reisemobil Stellplätze in Europa abgelegt.
Das Programm ist meines Erachtens das beste Programm, was je auf dem Markt kam.
Zum Anderen ist als zweite unabhängige Navigation, ein eingebautes ZENEC Doppel Din Gerät im Fahrzeug, mit IGO Primo Next Gen..
Leider steigt diese Kiste unkalkulierbar permanent aus, so dass wir dann immer auf die PC Navigation zurück greifen.
Aber es klappt irgendwie alles. Das ist der Ausblick der Navigatorin Petra.

Nun geht es endgültig los
Unsere erste Etappe ist ca. 350 km lang
Die im Blog angelegten Karten sind nicht die Wanderwege von Petra, sondern meine Fahrstrecke mit dem Mobil.
Ab 18.09.2022 haben wir eine Tour geplant, wie es sie nie zuvor für uns gab.
Schon 2020 wollten wir los, aber Corona hat uns alles durcheinander gebracht.
Geplant war zuerst, es geht es nach Bad Krotzingen, zur Rastanlage Fallerhof, an der BAB – A 5.
Dort kann man gut und gratis übernachten, wenn man in der Gaststätte einkehrt.
Aber daraus wurde leider nichts, der Fallerhof war durch ein VOLVO Olddimertreffen voll belegt.
So fuhren wir gleich nach Frankreich, zum gratis Stellplatz in Belfort.


Jetzt stehen wir in Belfort auf dem Reisemobilstellplatz, es ist der 18.09.2022.
GPS N 47.38.31 – 06.51.56 Ost
Über Mülhausen und dann die RN 83 sind wir auf einem großen Reisemobil – Stellplatz gelandet.
Auf diesem gratis Platz ist alles vorhanden. Strom an 8 Plätzen und eine Entsorgungsanlage, dazu noch kostenfrei, was will man mehr.
Strom brauchten wir nicht, unsere Solaranlage reicht für volle Batterieladung immer aus.
Morgen geht es weiter nach Monteceau Les Mines.



Heute, am 19.09.2022 ging es vom Belfort weiter.
Der Stellplatz war in der Nacht absolut ruhig.
Über verschiedene Nationalstraßen, an Dole vorbei, stehen wir jetzt in Montceau Les Mines, auf einem Reisemobilstellplatz.
Es sind diesmal nur 265 km Fahrt.
GPS: 46.40.39 – 04.21.30 Ost
Das Fahren auf den Nationalstraßen in Frankreich ist völlig entspannend, denn Alle fahren nur 80 km.
An vielen Ecken lauern die verschiedensten „Passbildautomaten“.
7 Plätze hat der Stellplatz und mit uns war dieser dann auch voll belegt.
Fußläufig, in 850m, gibt es ein Lebensmittelgeschäft und Bäcker.
Leider kein TV Empfang, denn wir stehen mal wieder unter einem Baum.
Aber das Streamen, von TV Programmen über das eigene LTE-WIFI – System, klappt prima.
Morgen geht es dann weiter nach Besines Sur Gartempe, einen kleinen Platz mit 15 Stellplätzen, in der Ortsmitte.



Etappe Nr. 3 am 20.09.2022 mit 291 km nach Montceau Les Mines
Von Montceau Les Mines ging es heute über die N79, N145 und N 20 nach Bessines-sur-Gartempe .
Die befahrenen Nationalstraßen werden alle in Kürze Mautpflichtig.
Das konnte man an den neuen Mautbrücken und an den teilweise verdeckten Hinweisschildern sehen.
Da haben wir nochmals Glück gehabt.
Nur ein Blitzer mochte uns nicht, aber er war vermutlich auf LKW eingestellt.
Dieser Stellplatz liegt mitten auf dem Ortsparkplatz.
GPS N 46.06.33 – 01.22.13 Ost
Er soll, geschmeichelt, 15 Plätze haben, aber es sind maximal 10 Plätze.
Da geht es schon sehr eng zu, alleine bei der extrem steilen Zufahrt.
Ein kleiner „Ortsrundweg“ ergab einen Metzger und Bäcker, eine Kneipe in 150m Entfernung.
Das Frühstück morgen früh ist gerettet.



Im Ort ist nicht viel los. Es geht sehr besinnlich zu, schöne alte Häuser in der Ortsmitte. Typisches französisches Flair.



Etappe 4, am 21.09.2022 , geplant war Le Teich mit 308 + 25 km
Um 9 Uhr haben wir Bessines-sur-Gartempe verlassen.
Vorher haben wir beim Bäcker noch ordentliche Backwaren eingekauft.
Die Nationalstraßen bzw. die wenigen Autobahnen um Bordeaux rum, waren noch Mautfrei.
Aber auch hier sind überall neue Mautbrücken erstellt worden.
Es soll nach dem System von Kapsch, aus Österreich, funktionieren, wenn alles eingeschaltet wird, das konnte man auf diversen Werbeschildern lesen.
In Le Teich, einem wunderschönen Plätzchen, fanden wir dann auch einen schönen freien Stellplatz.
Er liegt an einem kleinen Yachthafen.
Dieser Platz ist aber leider nur ein Tagesparkplatz, wie mir ein französischer Nachbar sagte. Die Polizei sorgt am Abend für Räumung des Platzes.
So haben wir uns entschlossen, noch 25 km weiter, an den Etnang Cazaux, weiter zu fahren.
Unterwegs sahen wir die verbrannten Landschaften und Wälder, wie wir es in den Medien gesehen haben.
Der Stellplatz liegt am Ortsrand von Cazaux vor einem Camp.
GPS: N 44.31.55 – W 01.09.36
Für 13 € ist man für 24 Stunden dabei.
Schön, sauber angelegter Platz, mit allem was man braucht., VE, Wasser, Strom.



Leider mussten wir Le Teich wieder verlassen und sind dann 25 km weiter gefahren.


Etappe 5 am 22.09.2022 mit 210 km nach Saint Leon Pied de Port
Um 10 Uhr haben wir Cazaux verlassen.
Dann ging es wieder durch größtenteils verbrannte Landschaften .
Ein kurzes Stück freie Autobahn, dann kam die Mautstrecke..
Dort sind wir abgefahren und der Route nach Saint Jean Pied de Port gefolgt.
Nur kurz zur Strecke, das war die Etappe mit 1000 Kreisverkehren.
Einige mit großem, toll angelegten Springbrunnen etc. in der Mitte, andere nicht größer als eine Bierkiste.
Jedenfalls war es eine unwahrscheinliche Kurbelei.
St-Jean-Pied-de-Port: Das Juwel am Jakobsweg .
Wir haben noch kurz im Zielort eingekauft und sind dann auf den Air de Campingcar Fronton gefahren.
GPS: N 43.09.32 – W 01.14.18 , 50 Plätze, 11€
Schöner ruhiger Stellplatz, aber eigentlich für unsere Art und Größe des Fahrzeugs nicht so recht geeignet.
Unter mittelhohen Bäumen, die auf dem Dach raschelten, gefährlichen und verdeckten starken Ästen und fast nur kleine Plätze auf Betonplatten.
Der Platz ist top gelegen, um den Ort zu besichtigen und in den Jakobsweg einzusteigen.
Wir haben einen Platz gefunden, auf dem wir parken konnten.
Strom gehört, sowie Wasser und Entsorgung dazu.
Dann ging es in den Ort, in 150 m Entfernung.
Ein schnuckeliger kleiner alter Ort, mit Stadtmauer und vielen gepflasterten engen Gassen. Es sieht dort aus wie vor 300 Jahren, hier ist die Zeit stehen geblieben.
Überall hockten an den Gaststätten Pilger und ließen sich etwas schmecken oder hatten Weingläser auf dem Tisch stehen.
Schnell noch einen Pilgerhut und die obligatorische Jakobsmuschel für den Rucksack besorgt, den ersten Stempel (Stelo) in den Pilgerpass gedrückt, dann ging es zurück zum Womo.
Jetzt hieß es den Rucksack fertig machen und diverse Büroaufgaben erledigen.

Impressionen aus Saint Leon Pied de Port



Auf dem Stellplatz muß man extrem aufpassen, sehr niedrige Äste, sehr enge Wege und Kurven.





Jetzt gibt es kein Zurück mehr, der Camino de Santiago, der „französische Weg“ beginnt.

Der Camino Francés wird auch gerne als „der Jakobsweg „bezeichnet. Das liegt einfach daran, dass dieser Weg der bekannteste unter allen Wegen ist.
Rund zwei Drittel aller Menschen (70 %) entscheiden sich für den Camino Francés.
An diesem Weg sind auch die meisten historischen Ortschaften, Kirchen und Klöster zu finden.
Auch die berühmten Jakobsweg-Autoren Paulo Coelho und Hape Kerkeling zählen dazu und haben ihren Anteil an der Bekanntheit dieses Jakobswegs.
Wie lang ist die Route vom Camino Francés?
Der Camino Francés führt von St. Jean Pied de Port an der spanisch-französischen Grenze mit über 800 Kilometer Länge durch Spanien, ehe er Santiago de Compostela erreicht.
Dabei durchquert er verschiedene Regionen und Klimazonen Spaniens.
Aufgrund seiner Bekanntheit ist dieser Jakobsweg auch der touristisch erschlossenste.
Hier findest du Herbergen und Wegweiser zuhauf, sodass die Gefahr des Verlaufens und die Angst vor zu langen Etappen gegen 0 tendiert.
Begegnet man anderen Pilgern beim Wandern? Ja, sehr vielen.
Insbesondere in den letzten Jahren, wo das Pilgern und der Jakobsweg zunehmend an Beliebtheit gewinnt, steigen die Pilgerzahlen leider stetig an.
Immer mehr Menschen zieht es heraus aus unserer schnelllebigen Zeit und auf den Jakobsweg.
Es machen immer mehr Menschen es Hape Kerkeling und anderen gleich und suchen beim Pilgern nach Ruhe, Natur, Stille, Begegnungen mit anderen und sich selbst.
Begegnen sich Pilger auf der Strecke, so grüßt man sich mit „Bon Camino“.
Im Nachgang, nach Beendigung des „Caminos“, müssen wir leider feststellen, der wird mittlerweile total kommerzialisiert.
Frühere Hauptwanderrouten, durch einsame Gegenden, kleine und verwünschte Weiler, einsame und verlassene Orte führten, wurde neuen Wegen, die an möglichst vielen „Bars“ vorbei führen, geopfert.
2015 ist Petra den Camino, 309 km, ab Leon gelaufen, so dass sie diese Feststellung machen konnte, einfach schade drum.





Jetzt wird es ernst für Petra, die ersten 26 Km liegen vor ihr, dabei müssen bei der ersten Etappe gleich einmal 1400 Höhenmeter durch die Pyrenäen bewältigt werden.
Es liegen jetzt insgesamt 814 km, bis Santiago de Compostela, vor ihr.
Etappe 6, am 23.09.2022 mit 26 km Fußweg
Um 8.00 Uhr ging es los.Es fing schon relativ steil an und ich wollte am Anfang schon wieder zurück.
Aber zwei junge Franzosen habe mich motiviert. Denen wollte ich zeigen, dass auch eine „alte“ Frau aktiv sein kann. So ging es weiter, aber mein geheimer Wunsch, es könnte etwas flacher werden, erfüllte sich nicht.
So ging es an der Herberge Orisson vorbei, immer höher und höher.
An freilaufenden Schweinen, Schafen und Pferden vorbei, bis zum Foddtrack. Ja, mitten im Gelände stand ein Verpflegungscombi.
Habe kurz Pause gemacht, und weiter ging es am Cross of Thibault, Izadome und Lepoeder Overlook vorbei.
Von nun an ging es bergab. Der Weg war sehr anstrengend für meine Kniee. Aber was solls. Nach rd. 9 Stunden war ich dann am Kloster in Roncevalles.
Jochen hat mich herzlich begrüßt. Er war wohl froh, dass ich heil alles überstanden habe.







Heute am 25.09.2022 geht es nach Zubiri


Etappe 7, nach Zubiri, am 24.09.2022 mit 21,5 km Fußweg
Um 9.00 Uhr ging es los.
Den Tag zuvor haben wir als Pause benutzt.
Die Muskeln und Knochen, genauer gesagt, der Muskelkater war doch schon heftig.
So haben wir uns Roncevalles etwas genauer angesehen.
Dies erwies sich als Glücksfall, denn es sollte den ganzen Tag ununterbrochen regnen.
Und heute, etwas kühler und nur Sonnenschein.
Das Schild am Ortsausgang, bis Santiago de Compostela noch 790 km, war doch etwas demotivierend.
Der Weg war etwas beschwerlich. Überwiegend Geröll. Dafür ging es aber fast ununterbrochen durch schöne Wälder. Hin und wieder liefen Kühe mit ihren Kälbern frei in der Landschaft rum.
Es war sehr ruhig und mit Ausnahme von Chinesen, Spaniern, Deutschen, mit denen ich schnell Kontakt bekam, auch mit meinem schlechten Englisch, war nichts zu hören.
In Zubiri, an der Brücke Punte de la Rabia (Brücke der Tollwut), bin ich auf Jochen gestoßen. Nach einem kühlen Bier ging es ins Womo.
Jetzt muss ich mich etwas regenerieren und morgen geht es nach Pamplona.
Stellplatz Zubri: Ein sehr ruhiger Parkplatz, geeignet für bis zu 10 Mobile
GPS: N 42.56.03 -E 01.30.18 , keinerlei Service, gratis und beleuchtet.
An einer kleinen Tankstelle 500 m vorher, konnte man Getränke einkaufen, Frischwasser tanken und Entsorgen.





Etappe 8, nach Pamplona, am 25.09.2022 mit 20,3 km Fußweg
Um 8,30 Uhr ging es los, nachdem wir einem Tag Pause gemacht hatten.
Es schien diesmal die Sonne, der Regen hatte sich in die Berge verzogen.
Der Weg war nach Pamplona nicht beschwerlich .
Leider wurde das Endziel etwas verpeilt.
Aber der Treffpunkt an der Basilika wurde trotzdem gefunden.
Ein kühles Bier, dann ging es zum Mobil.
Der nächste Tag sollte mal wieder ein Pausentag sein, Besichtigung der Altstadt von Pamplona war angesagt.
Tausende von Bildern könnte man machen, denn diese Stadt gibt unendlich viel her.
Die Basilika, die Altstadt, alles war unsagbar schön.
Morgen geht es weiter, nach Puente de la Reina.
Zum Reisemobilstellplatz hier ist noch zu sagen, der ist geeignet für Fahrzeuge bis maximal 8 m Länge.
Es geht extrem eng zu, Seitenklappen können kaum geöffnet werden.
Die super moderne Einfahr – und Ausfahrtechnik der Firma Dornier, versagt leider bei jeder zweiten Abfahrt eines Mobils, Stress kommt da schon auf.
Der Platz ist sehr laut, nix für empfindliche Ohren.
Aber Top Lage zum Besuch von Pamplona.
GPS: N 42.49.16 – W 01.39.05

Impressionen aus Pamplona











Unsere Berichte über die nächsten Etappen sind etwas schwierig.
Leider lässt das Internet, mit teilweisem sehr schwachen G 3, nicht immer eine Berichterstattung zu. Aber irgendwie klappte es dann doch.




In Puente La Reina ist gerade Paprika geerntet.
Mitten auf dem Marktplatz stehen die Rösttrommeln, um die Paprikaschoten anzurösten, damit die unverdauliche Haut sich leichter abziehen lässt.
Ein Getöse von frühen Morgen bis in den späten Abend.
Später haben wir die Produkte auch probiert, ein Gaumenschmaus.



Etappe von Pamplona nach Puenta La Reina, am 28.09.2022, mit 23 km Fußweg.
Um 8,30 Uhr ging es los.
Der Stress begann schon mit der Ausfahrt vom Stellplatz in Pamplona.
Die Schranke wollte nicht hoch gehen.
Das automatische System von Dornier kann keine -Ü- Buchstaben im Kennzeichen lesen.
Zurück, langsam wieder an die Schranke anpirschen, alles vergeblich, jedes Mal wurde auf dem Ausreise -Display ein anderer Buchstabe angezeigt.
Erst nach Hilferuf, über eine Sprechanlage, ging die Schranke endlich auf, wir konnten rausfahren.
Das wird auch in vielen anderen Foren so beschrieben.
Die Wanderroute verlief mittel. Es gab einige extreme Steigungen und dann wieder ging es genauso steil bergab.
Landschaftlich aber war es sehr schön.
Am höchsten Punkt gibt es den Monumento al Perigrino
Ein riesiges Denkmal für die Pilger.
Eine Besichtigung der Historischen „ Brücke der Königin“ beendete diesen Tag.
Der Stellplatz ist auch der Marktplatz von Puente la Reina.
Die Wohnmobil – Schilder waren zugehängt, es wurden rote Paprika in riesigen Rösttrommeln am Stellplatz geröstet.
Aber nebenan konnten wir mit unserem Mobil ruhig stehen.
Hier lernen wir dann die Reisemobillisten Marlene und Victor aus Boppard kennen.
Unsere Wege sollten sich noch mehrfach kreuzen.
Die Röstung, der roten Paprika, dient nur dazu, dass sich die unverdauliche Haut löst, und die Paprika einfacher weiter verarbeitet werden kann.
Die Endprodukte schmecken „verteufelt“ gut.
GPS: N 42.49.16 – W 01.39.05
Die Etappe nach Aygui


29.09.2022 Etappe mit 20 km Fußweg
Petras nächstes Ziel war Ayegui bei Estella, ein kleiner Ort in Navarra.
Der Weg von Ponte la Reina nach Ayegui war verglichen zu den Vortagen, ein Spaziergang.
Es ging durch Wälder und Felder. Viermal musste die Autobahn über/unterquert werden.
In Estella wollte ich Jochen anrufen, aber nichts ging, kein Netz. Mit einigen Problemen habe wir uns dann doch gefunden.
Auch meinen Stempel habe ich noch bekommen, und zwar bei einem Schmied, der bereits Feierabend hatte. Die Spanier sind einfach sehr freundlich.
Am großen Sportzentrum ist ein Stellplatz für Reisemobile eingerichtet. 4 € in die Säule einwerfen und schon geht die Schranke auf.
Eine Sannistation ist vorhanden, kein Strom.
Ein sehr ruhiger Platz. In 250 m Entfernung gibt es eine Sportheimgaststätte.
5 Mobile übernachteten diese Nacht dort.
GPS : N 42.39.15 – W 02.02.43
Die nächste Etappe nach Los Arcos

30.09.2022, mit 20 km Fußweg nach ARCOS.
Auch heute ging es um 8.30 Uhr los.
Der Weg führte zuerst über das Monasterio de Irache zum benachbarten Weingut Irache.
Hier gibt es den berühmten Weinbrunnen am Jakobsweg, aus dem guter Rotwein von den Pilgern umsonst abgezapft werden kann, was ich auch für Jochen gemacht habe. Die Polizei passt aber auf.
Diesen Rotwein habe ich dann, im Schweiße meines Angesichtes, 20 km im Rucksack getragen.
Sowas nennt man Liebe.
Der Weg war relativ einfach, aber auch etwas langweilig. Aber was solls, der Weg ist das Ziel.
In Los Arcos angekommen, kam mir Jochen schon entgegen.
In der Info habe ich meinen Stempel erhalten, anschließend ging es auf dem Kirchplatz in eine Pizzeria. Die Paella und die Pizza waren gut.
Im Womo gab es dann den mitgebrachten „hervorragenden“ Rotwein.
Übernachtungsparkplatz in Los Arcos
GPS: N 42.34.06 – W 02.11.31





Von Los Arcos nach Viana

Etappe von Los Arcos nach Viana am 01.10.2022, mit 18,30 km Fußweg.
Um 8,15 Uhr ging es los.
Die Strecke bereitete keine besonderen Schwierigkeiten.
Nur an einer Stelle gab es für die Pilger den Hinweis, 10% Gefälle und Steigung, sogar mit eigenem Verkehrsschild.
Der Treffpunkt war an der Kirche, die just in dem Moment, als wir vor der Türe standen, zu machte.
So musste der Stelo bei der Tourist Info geholt werden.
Reges Treiben war in den Gassen, nicht nur Pilger.
Der Stellplatz von Viana ist sehr gut angelegt, leider etwas außerhalb, ca. 2,5 km Fußweg zur Innenstadt.
Ver – und Entsorgung, Tische Bänke und grüner Rasen, beleuchtet, kein Strom.
GPS :N 42.31.09 – W 02.21.35




Von Viana über Logrono und zum Pantano de la Grajera Park

Etappe von Viana nach Logrono und weiter zum Park de la Grajera y Barracanca, einem Badesee am 02.10.202, mit 21 km Fußweg.
Um 9 Uhr ging es wieder los.
Weiter durch den Ort Viana und dann habe ich den Pilgerweg nach Logrono eingeschlagen.
In Logrono war kein Aufenthalt geplant.
Quer durch die Stadt ging es dann zum Grajeray Barracanca weiter.
Die halbe Stadt war wegen einer Sportveranstaltung mit Flatterbändern gesperrt.
So war es nicht ganz einfach, dem Camino zu folgen.
Ein paar Mal einen Einheimischen gefragt, und der Weg wurde gefunden.
Diesmal war der Treffpunkt unterhalb der Staumauer des Sees.
Kneipen etc. waren entweder verfallen oder geschlossen.
So verbringen wir den Nachmittag mit Buchhaltung, denn unser Finanzminister braucht ja Geld.
Der Übernachtungsparkplatz hier hat keinerlei Infrastruktur.
Platz für 20 Fahrzeuge, sonst nichts.
Beton und etwas einsam gelegen und unbeleuchtet.
GPS: N 42.26.58 – W 02.30.03



Die nächste Etappe, von Pantano La Grajera nach Najera

Etappe von Park de la Grajera y Barracanca-nach Najera am 3.10.2022, mit 20 km Fußweg.
Um 8,30 Uhr ging es heute los.
Doch zuerst eine böse Überraschung.
Alle Spanngurte und Schnappverschlüsse an unseren Fahrrädern und der Abdeckung auf der Anhängerkupplung waren gelöst, bzw. lagen am Boden.
Irgendwelche Subjekte haben versucht, uns die Fahrräder in der Nacht zu klauen.
Diese waren aber mit dreifacher Sicherung und schweren Blockschlössern versehen.
Das hat diese abgehalten, oder denen waren unsere Räder zu alt.
Nichts davon haben wir in der Nacht mitbekommen.
Nach dem Schreck ging auf die nächste Etappe, zum Damm des Stausees, vorbei an einigen aufdringlichen Eichhörnchen, die uns die Nüsse aus den Fingern fraßen.
Der Weg ging meistens durch Weinplantagen, des bekannten Rioja-Weins.
Vereinzelt gab es auch Olivenwälder.
Trotz mehrere Steigungen war der Weg sehr schön.
Schnell war der Treffpunkt, die alte Brücke von Najera erreicht.
In Najera parkte Jochen am Sportzentrum -Tennisanlagen-Stierkampfarena.
Vorher musste man mit dem Mobil durch die extrem enge Innenstadt fahren.
Es ist ein brauchbarer Übernachtungsparkplatz mit Beleuchtung, auf Schotter und Rasen.
Ein Wasserspender in 50 m Entfernung, sonst kein Service.
GPS. N 42.24.45 – W 02.57.02





Es geht weiter, von Naranja nach Santo Domingo de la Calzada

Etappe von Najera nach Santo Domingo de la Calzada, am 04.10.2022 mit 22 km Fußweg.
Um 8,30 Uhr ging es wieder los.
Heute ging es fast nur bergauf über Feld/Wanderwege durch Weinberge und auch Äcker.
Die Weinlese war hier im vollen Gange. Imponierend waren die riesigen Lesemaschinen. Handlese gibt es nicht.
Der Weg ging durch Azofra und Cinuena, zwei sehr schöne alte kleine Ortschaften, ebenso wie Santo Domingo de la Calzada.
In Santo Domingo de la Calzada hatte Jochen einen Platz zum Übernachten gefunden.
Dieser liegt 200 m vor Beginn der Altstadt , einfacher ebener Parkstreifen ohne Infrastruktur.
Leider war die Straßenlampe, unter der wir parken, defekt.
Dafür war der Platz sehr ruhig.
GPS: N 42.26.30 – W 02.56.55





Ein weiter Abschnitt beginnt, von Santo Domingo de la Calzada nach Belorado

Etappe von -Santo Domingo de la Calzada nach Belorado am 05.10.2022 ,mit 23,5 km Fußweg.
Um 8,30 Uhr ging es heute los.
Ein relativ einfacher Weg über Feldwege und an Äckern vorbei.
Ansonsten gab diese Route nichts Besonderes her.
Belorado, ein kleiner netter Ort, mit zwei Kirchen, in der Einen bekam man den Stelo.
Ein schöner Dorfplatz unter hohen Platanen.
Der schon vor Jahren ausgesuchte Platz hinter der Stierkampfarena passte immer noch.
Gut beleuchtet und sehr ruhig.
GPS: N 42,24.59 – W 03.11.43, Asphalt, beleuchtet, keinerlei Service.




Und weiter geht es, von Belorado nach San Juan de Ortega.

Etappe von Belorado nach San Juan de Ortega am 06.10.2022, mit 24 km Fußweg.
Um 8,30 Uhr ging es wie üblich los.
Der Weg ging an Äcker vorbei und überwiegend durch Wälder.
Er war stark ansteigend und auch wieder abfallend.
Die Wälder bestanden überwiegend aus Eichen, teilweise von Pinien und Ahorn unterbrochen.
In San Juan de Ortegas angekommen, ging es natürlich in die einzige gemütliche Kneipe. Es gab Bier und eine wirklich leckere Pizza.
San Juan de Ortega, eine kleine Ermitage mit Klosterkirche, einigen Gaststätten und einem Hotel mit 10 Doppelzimmern.
Es gibt sogar einen „Parkplatz für Pferde“.
Hier ist absolut der Hund begraben.
Auf dem PKW – Parkplatz kann man übernachten, der ist aber sehr schräg.
Eine Wasserstelle, Agua Portable, ist vorhanden, sonst nichts.
GPS: N 42.22.33 – W 03.26.15




Ohne die guten Hubstützen aus Walldürn wären wir aus dem Bett gerollt. Seit 10 Jahren leisten sie absolute störungsfreie Funktion.


Jetzt geht es von San Juan de Ortega nach Burgos.

Etappe von San Juan de Ortega nach Burgos, am 07.10.2022, mit 27,7 km Fußweg.
Um 8,15 Uhr, es war fast noch dunkel, ging es los.
Zuerst durch Wälder und Felder, relativ eben.
Der Anstieg zum Atapuerca (1.078 m NN) war etwas mühsam. Durch Geröllfelder konnte man sich nur an die ausgetretenen Pfaden halten.
Am Gipfelkreuz angekommen, ging das Gleiche bergab.
Durch zum Teil verfallende Dörfer ging es in Richtung Burgos.
Am Stadtrand angekommen, verlief der Camino immer direkt an der N1, durch den starken Autoverkehr leider nicht sehr schön.
Doch nachdem ich Jochen gesichtet habe und nach einem kühlen Glas Bier, war alles vergessen und es ging zum Womo.
Hier habe ich erst einmal die Füße hochgelegt.
In Burgos hat Jochen den Parkplatz „Autocaravanas Burgos“ angefahren.
Es ist eine sehr hakelige Anfahrt, ohne vernünftiges Navi fast nicht möglich.
Der Hauptstellplatz, mit 28 Plätzen, war um 10 Uhr schon gerammelt voll. Dieser ist nur bis maximal 8m Länge geeignet
Der benachbarte große Parkplatz war mit fast 100 Reisemobilen ebenso belegt.
GPS: N 42.21.16 – W 03.40.23, gratis, beleuchtet Ver – und Entsorgung



08.10.2022
Zu Fuß ging es vom Stellplatz knapp 4 km in die Altstadt von Burgos.
Dort war der „Teufel“ los.
Jede Menge Menschen, hier brummt das Leben.
Man kann sich gar nicht vorstellen, wie extrem die Ausgangssperren wegen Corona, auf die Bevölkerung gewirkt haben muss.
Burgos hat eine absolut sehenswerte Innenstadt.
Leider war die Kathedrale zum größten Teil für „Tourismus-gesperrt“.
Schade, denn hunderte Menschen wollten sich dieses „Prachtexemplar“ ansehen.
Ein grandioser Bau, wie man von außen ersehen konnte.
Anscheinend wegen etlicher Hochzeiten, die dort gleichzeitig stattfanden, geschlossen.
So schlenderten wir durch die Gassen um einige Impressionen einzusammeln.
Ein gutes kaltes Bier und ein Vesper rundeten den Ausflug ab.
Anschließend wieder 4 km zum Stellplatz zurück.
Der Großplatz war am Abend mit fast 100 Reisemobilen belegt.
Kein Geschrei, alles lief hier ruhig ab.
Eine Feststellung konnten wir über den Reisemobiltourismus in Spanien machen.
Über 95 % aller Mobile sind in der 3,5 Tonnen Klasse.
Die Altersstruktur der Spanier ist zwischen 25 bis 40 Jahren, immer mit vielen Kindern, die top erzogen waren.
In unserer Altersklasse haben wir fast keine Spanier mit Mobil getroffen.
Die Stellplatzsituation hier in Spanien verändert sich fast wöchentlich.
Es entstehen überall neue Plätze, meistens nur mit einer einfachen Ver – und Entsorgungsanlage, dazu fast immer gratis.
Hier erkennt man die Vorteile von Reisemobillisten, als gewinnbringendes Potential in den Kommunen.
Dies nur als meine persönliche Anmerkung.
Heute ist ein fauler Tag angesetzt. Da hier in Burgos ein 5 G Netz ist, werden noch geschwind alle administrativen Aufgaben abgearbeitet.
Und morgen Früh heißt es wieder „on the road again“.







Etappe von -Burgos über -Tardajos nach Hontanas und weiter nach Castrogeriz.

Es geht weiter von Burgos nach Tardajos
Etappe von -Burgos über -Tardajos nach Hontanas und weiter nach Castrogeriz,
am 10/11/12.10.2022 mit insgesamt 11 + 20,3 + 9,8 km Fußweg.
Um 8.30 hat Petra in Burgos „abgelegt“.
Es hatte vorher gegossen, aber als ich loslief war der Regen zu Ende.
Der Weg führte durch Vororte dann ins freie Gelände um nach etlichen Über – und Unterquerungen von Autobahnen und der N120 dann in Tardajos, als ersten Etappenabschnitt, zu landen.
Ein Mini Ort mit 850 Einwohnern, 3 Aubergen und drei Gaststätten.
Hier wurde für den Tag Pause gemacht, denn 28 km und mehr am Stück, das muss nicht sein.
Den Stelo bekam ich nicht in der Kirche, die war leider zu, aber bei einem Bier in einer Gaststätte, wurde von der Wirtin der Stempel ausgegeben.
Unser Mobil wurde gegenüber der Gaststätte geparkt, nicht toll, aber eben und sicher.


Am nächsten Morgen ging es früh weiter, ein junger Pilger aus Heidelberg klopfte noch am Womo an, um einen Kaffee zu schnorren, aber leider war alles schon abfahrbereit verstaut. So wurde nichts daraus. Diesen jungen Pilger trafen wir noch etliche Male unterwegs.
Es ging von Tardajos weiter nach Hontanas.
Der Weg führte durch Rabe de las Calzadas, einem Villenviertel, der „oberen“ Spanier aus Burgos, durch mittelalterliche Dörfer und sanft ansteigende Feldwege.
In Hontanas angekommen, bekam ich den Stelo in einer uralten gotischen Dorfkirche.
Es ist ein kleiner schnuckeliger Ort, mit einer sehr gut restaurierten Dorfstraße.
In der Gaststätte nebenan war das obligatorische Bier und ein Vesper für Jochen.
Wir tankten noch frisches Quellwasser aus dem berühmten Dorfbrunnen, dann ging es zum Mobil.
Dieses stand nur auf drei Stützen und einem Rad vor der Dorfwaage. Der Untergrund war extrem schräge. Aber die Hubstützen konnten ausgleichen.
Die Nachtbeleuchtung ging an oder aus, ein Rhythmus war nicht erkennbar.





Ein Ort dazwischen Honillos del Camino

Heute am 12.10. ging es weiter nach Castrogeriz.
Es waren knapp 10 km, also ein Spaziergang.
Es ging durch Felder und sanfte Berge.
Teilweise ging es an der Straße entlang (3 Pkw`s in 2 Stunden), die jetzt mitten durch eine riesige Kirchenruine führt.
In dieser Kirche bekamen die Pilger früher gratis Brot und Wein von den Mönchen durch ein Fenster gereicht.
Nach der Kirchenruine konnte man schon in der Ferne die Ruine der Festungsanlage, oben auf dem Berg, oberhalb von Castrogeriz sehen, das nächste Etappenziel war nicht mehr weit.
Der Ort ist sehr stark verfallen, nur die Häuser entlang des Pilgerweges machten einen ordentlichen Eindruck.
Vor der Ortskirche, die leider verschlossen war, traf ich Jochen.
Nach dem obligatorischem Bier, ging es durch den Ort zum Minimarkt und dann zum Mobil, dass einsam auf dem Parkplatz vor dem Schwimmbad stand.
Eigentlich war eine Pause auf dem dortigen Camp geplant. Der hatte aber bereits geschlossen. So musste ein neuer Übernachtungsplatz gefunden werden. Es war der nagelneue Parkplatz am Schwimmbad.






Der Stellplatz in Castrojeriz
En ganz neuer Parkplatz am Schwimmbad, ohne Beleuchtung
GPS: N 42.17.07 – W 04.08.27 keine Infrastruktur, Asphalt und eben.

Es geht weiter von Castrojeritz nach Formista

Weiter ging es nach Fromista 13.10.22
Im Nebel ging es los, hinauf auf den Tafelberg.
Auf halber Höhe riss der Nebel auf und ein Traumblick über die Täler war gegeben.
Es ging relativ leicht weiter, durch riesige Felder und landwirtschaftliche Flächen.
Kurz vor Fromista kam man an den Kanal „De Castillo“, einem 200 Jahren altem Kanal, der 207 km lang ist.
Die heutige Nutzung dient nur noch zur Bewässerung der Felder.
Fromista macht einen doch etwas eingeschränkten Eindruck, mit viel Müll und Abfall auf Straßen und Wegen.







Der Stellplatz Fromista macht einen völlig runtergekommenen Eindruck.
Die Ver – und Entsorgungsanlage funktionieren, aber überall liegt Müll rum.
GPS: N 42.15.54 – W 04.24.42
Am 14.10.22 es geht weiter von Fromista nach Carrion de los Condes

Weiter ging es nach Carrion de la Condes 14.10.22
Der Weg war relativ eben und schlängelte sich durch Wiesen und Wälder, teilweise an einem kleinen Bachlauf entlang.
Es gibt zwei Wege, einer führt an der Straße entlang, der andere durch die pure Natur.
Dieser ist ca. 1,2 km länger und ich habe ihn vorgezogen.
Treffpunkt war in der Innenstadt am Infopunkt.
Carrion hat ein schönes Innenstadtbild.



Der neue Stellplatz von Carrion de los Condes ist am Rio Carrion gelegen.
Leider auch viel zu klein geraten.
Fahrzeuge über 7 m bekommen große Probleme, müssen auf den PKW Parkplatz nebenan ausweichen.
Achtung, eine Ausfahrt vom Platz ist extrem steil.
Die Zufahrt muss genau geplant werden, denn durch die Innenstadt kann man nicht fahren!!!
Die Anfahrtsroute muss man weit außen rum planen.
GPS: N 42.20.17 – W 04.36.29
Es ist der 15. 10-2022, es geht weiter nach Legidos

Weiter ging es am 15.10.2022 um 8.30 nach Ledigos.
Heute war ein besonders schöner Tag, die 24 km vergingen wie im Fluge.
Es war ein gut hergerichteter Feldweg, Viehtriebweg, durch unendliche Felder.
In Legidos war der der Treffpunkt die Auberge gegenüber dem WOMO, wo wir nach dem obligatorischem Bier, sehr gut gegessen haben.
Zum Pilgermenue gehörte auch noch eine Flasche Wasser und eine Flasche sehr guter Rotwein.
Jochen hat anschließend sehr gut geschlafen und ich konnte mich diversen Bürotätigkeiten widmen.



Parkplatz Legidos:
Es handelt sich um einen einfachen Parkplatz, gegenüber der Auberge.
Dieser ist für Fahrzeuge bis 9m Länge geeignet.
Gegenüber der Auberge oder der anschließenden Sackgasse.
WIFI, beleuchtet, und in der Nacht ruhig.
GPS: N 42.21.19 – W 04.51.06
Am 16.10.2022 geht es wieder weiter, nach Shahagun,

Etappe von Legidos nach Sahagun am 16.10.2022
Um 8.20 Uhr ging es wie üblich los, mit 17 km Fußweg.
Der gesamte Weg war sehr abwechslungsreich.
Es ging durch etlicher „einsame“ Dörfer, man sah außer Pilgern keinen Menschen, weiter durch Felder und viele kleine Wälder.
Vor Sahagun kam eine Wegteilung, es gab den alten und neuen Camino.
Ich bin den alten Camino gelaufen und habe Jochen an der Tourist Info getroffen.
Sahagun hat eine lange Ortsstraße, dem Camino, mit sehr vielen Gaststätten (Bars) die alle gut mit Pilgern besetzt waren.
Natürlich mit vielen historischen Gebäuden, auf die ich, schon bei der gesehenen Menge, nicht mehr eingehen kann.





Der Übernachtungsparkplatz ist an der Sporthalle von Sahagun gelegen, Zufahrt an der Rotkreuz Station.
Neben einem Park gelegen, neu asphaltiert, kein Service.
Ruhiger Platz, gratis, auch für Dickschiffe geeignet. 10 Minuten Fußweg zur Innenstadt.
Nicht durch die Stadt fahren, die ist extrem eng und winkelig.
GPS: N 42.22.12 – W 05.02.17
Zum nächsten Ziel, El Burgo de Ranero am 17.10.2022

Etappe von Sahagun am 17.10.2022 nach El Burgo Ranero mit nur 18 km Fußweg.
Um 8,30 Uhr ging es los.
Es hatte die ganze Nacht gegossen.
Also ging ich bei strömenden Regen auf den Camino.
Eigentlich hatte ich keine Lust zum Laufen, aber der Wille war da, weiter zu machen.
Es ging durch Felder und teilweise kleine Wälder.
Zwischenzeitlich hörte der Regen auf, um dann nach einiger Zeit wieder ordentlich zuzuschlagen.
Der Weg war nahezu eben und gut zu laufen.
Die unterwegs durchwanderten Dörfer hatten keinerlei Infrastruktur, man konnte keine Einheimischen sehen, nur einige Pilger.
Jochen hat mal wieder einen ruhigen und schönen Übernachtungsplatz gefunden.
Das obligatorische Bier am Ziel, gab es im Womo, da im Ort keine Gaststätte offen hatte.





Parkstreifen an der Auberge „La Laguna“ die geschlossen war, direkt neben einer Lagune am einem Naturschutzgebiet.
Ruhiger Parkstreifen auch für Dickschiffe geeignet.
GPS: N 42.25,25 – W 05.13.13
Das nächste Ziel ist am 18.10.2022 Mansilla de Los Mulas

Etappe von El Burgo Ranerro nach Mansilla de Los Mulas 18.10.2022 mit ca. 19 km Fußweg.
Wie üblich ging es um 8,30 Uhr los.
Durch riesige Felder und auf guten Schotterwegen.
Einziger Ort, der passiert wurde, war Religos, auch bis auf die Pilger, menschenleer.
Der Weg war schön, nur heute hatte ich ein Problem, meine Füße und die Schulter schmerzten und wollen nicht so richtig.
So war ich froh, Jochen am Ortseingang auf einer Bank anzutreffen.







Übernachtungsparkplatz Mansillla de los Mulas.
Sehr großer gepflasterter Parkplatz, der wurde vermutlich mal für Busse geplant und angelegt, beleuchtet ohne jeglichen Service.
Ruhige Lage direkt an der historischen Stadtmauer.
10 Min. Fußweg in die sehenswerte historische Innenstadt.
GPS: N 42.29.51 – N 05.25.17
Etappe von Mansilla de los Mulas zum Camp Leon am 19.10.2022

Etappe von Mansilla de los Mulas zum Camp Leon, am 19.10.2022 mit 17 km Fußweg.
Um 8,30 Uhr ging es wie üblich los.
Der Wetterbericht hat Regen zu 100% angesagt.
Aber ich hatte Glück, ganz zum Schluss der Strecke begann ein leichter Regen.
Immer an der Straße entlang, durch Felder und Wälder, dann zum Schluss durch ein Gewerbegebiet, dass ich schon von 2015 kannte.
Eine FIAT Werkstatt, die ich wieder erkannte, denn damals hat unser DUCATO laufend mit seinem Getriebe, der elendigen FIAT – Comformatik, gestreikt.
Es ging zum Campingplatz Cuidad de Leon.
Der einzige Campingplatz direkt um Leon herum.
Wir hatte angerufen ob geöffnet, er war es.
Da stellt man sich was Besonderes unter dem „Campingplatz von Leon vor“.
Aber weit gefehlt.
Er besitzt das Flair und den Standard der Anfang 70 iger Jahre.
Die Zufahrt ist die ersten 20 m, ab der Durchgangsstraße, asphaltiert, dann meint man, hier geht nichts mehr weiter.
Jochen ist den total ausgewaschenen Schotterweg bergab gelaufen, der CP – Platz war tatsächlich da.
Man steht unter sehr hohen Kiefern, sehr naturbetont und alles ist ruhig gelegen.
Die Plätze sind sehr krumm und schief.
Ein netter Betreiber machte alles klar, wir waren zu diesem Zeitpunkt die einzigen Gäste auf dem Gelände.
Morgen Abend können wir auch was zum Essen, in seiner Gaststätte, bekommen, heute müsse er mit seiner Tochter zum Zahnarzt.
Mit unseren 9 m Länge hatten wir schon richtige Probleme irgendwie zwischen den Bäumen rumzukurven.
Nur ein Platz war für uns geeignet, sogar der SAT Empfang klappte.
Ein Womo Service ist nicht vorhanden, der WC Container muss in der Herrentoilette, in einem „Spezialbecken“ , entsorgt werden.
Und wohin mit dem Grauwasser ?? Axelzucken, also ab damit, in die durstigen Büsche.
Strom ist vorhanden, siehe Bild, mit 10A abgesichert, sogar mit FI Schalter.
Der Wasserhahn am Sanitärgebäude läuft so langsam, dass man mindestens eine Stunde braucht, um einen Tank mit 200 L zu füllen.
Aber eine steinalte Waschmaschine ist da, leider kein Trockner.
Und momentan gießt es, was der Himmel nur her geben kann.
Morgen ist ein „Ruhetag“ angesetzt.
Es wird nur Wäsche gewaschen, Petras Haxen müssen unbedingt Pause machen.
Übermorgen geht es dann mit dem Taxi nach Leon, um die Innenstadt zu besuchen.
Aber das Abenteuer hier ist noch nicht zu Ende.
Die Waschmaschine wurde gefüttert, Chip rein und eingeschaltet…
Aber die Uraltmaschine streikt.
Jetzt ist der Chef gefragt, der sich sofort dem Problem angenommen hat, halt antike Technik.
Er hat dann resigniert, wäscht die Wäsche, nach langer Diskussion mit seiner Frau, in seiner privaten Maschine.
Am Morgen der Abfahrt stand doch ein MORELO aus Koblenz in der Einfahrt und war mit dem Wenden und Drehen auf der Stelle beschäftigt.
Bei seiner Länge war das schon eine richtige Herausforderung.
Er hatte sich auf diesen Campingplatz verirrt, (nie wieder) sagte er mir.
GPS: N 42.35.26 – W 05.31.55


Nach einer Stunde brachte uns der Platzwart die gewaschene Wäsche wieder, nur geschleudert.
Also haben wir im Mobil Leinen gespannt und alles getrocknet.
Da der Platz mit 10A abgesichert ist, konnten wir die Heizung auf Strom laufen lassen und so das Trocknen beschleunigen.


Es geht wieder weiter, über Leon nach Villar de Mazarrife
Leon, am 21.10.2022
Das ist schon eine sehenswerte Stadt.
Voll u.A. mit Pilgern.
Ein unabdingbarer Besuch in der Kathedrale ist auf jeden Fall angesagt.
So eine Fensterpracht habe ich noch nirgends gesehen.
Es ging kreuz und quer durch die historische Innenstadt.
An jeder Ecke ein Museum oder uralte Gebäude, fast schon erdrückend.
Der neue Stellplatz in Leon ist mal wieder viel zu klein gebaut. Habe auch keine Bilder gemacht.
Maximal für Mobile bis 7 m geeignet und auch viel zu wenige Plätze.
Er besitzt eine Entsorgungsanlage.
GPS: N42.36.00 – W 05.33.23
300 m davon entfernt ein super moderner ALDI und daneben eine Repsol Tankstelle mit LPG Betankung, einer Doppelsäule deshalb ist es egal, wie man einfährt.
Hier könnte man momentan auf Grund der großzügigen Seitenstreifen problemlos, einigermaßen ruhig, übernachten.
Der alte Stellplatz, in der Innenstadt, ist für Fahrzeuge über 7 m völlig ungeeignet, auch hier ist alles extrem eng.
Impressionen aus Leon, und der Kathedrale









Jetzt läuft Petra weiter nach Villar de Mazarife, 14 km

Es geht weiter nach Villar de Mazarife, 14 km Fußweg.
Ein kleiner unscheinbarer Ort auf dem Camino.
2015 war das noch die Hauptstrecke, ist jetzt die ruhige „alternative Route“.
3 Aubergen, eine Kneipe und, man staune, ein SPAR – Laden.
Der Übernachtungsplatz war wieder wie 2015, neben der Sporthalle / Fußballplatz. Geschottert, gering beleuchtet.
Dort haben wir auch wieder ruhig gestanden.
Bilder haben sich nicht gelohnt.
GPS: N 42.28.55 – W 05.43.59
Es geht weiter nach Hospital de Orbigo

Etappe von Villar de Mazarife nach Hospital de Orbigo.
Am 23.10.2022, es waren nur 14 km Fußweg. Um 9,00 Uhr ging es los.
Leider stürmte und regnete es, wie die gesamte Nacht. Es war sehr kalt, 9 Grad.
Der Weg war einfach und eben.
Unterwegs musste ich beobachten, wie eine Pilgerin vor einem freilaufenden, jungen Stier, flüchten musste.
Die Viecher sind ja hier in Spanien für ihr extremes Temperament bekannt.
Aber es ging gut und nachdem ich diese Pilgerin, in einer Bar am Abend getroffen hatte, wurde lachend darüber diskutiert.
Beeindruckend war die, direkt in die Altstadt führende Brücke, über den Rio Orbigo, aus dem 13.Jahrhundert und längst mittelalterliche Bücke auf dem Camino.
Nach dem obligatorischen Bier ging es ins Womo.
Stellplätze in Hospital de Orbigo:
Ein Platz ist an der Sportanlage Aparcamiento Zona Deportiva Municipal“
GPS: N 42.28.07 – W 05.52.50, da passen 5 Mobile, auch größere hin.
Der Andere Stellplatz ist vor dem Campingplatz bzw. darauf.
GPS: N 42.27.58 – W 05.52.54
Der Campingplatz hatte leider geschlossen.






Es geht weiter nach Astorga

Etappe von Hospital de Orbigo nach Astorga 24.10.2022 mit 18,9 km Fußweg.
Um 8,30 Uhr ging es wie üblich los.
In der Nacht hatte es endlich aufgehört zu regnen.
Bei leichter Dämmerung ging es auf die Strecke.
Ich wählte die etwas weitere Route, durch die Landschaft und nicht an der Straße entlang nach Astorga.
Der Weg verlief durch Kraut und Gemüseanpflanzungen, durch Kastanien – und Eichenwälder.
Immer Bergauf, aber nicht besonders steil.
Die Sonne ließ sich des Öfteren sehen, es war wärmer als am Vortag.
Bis zum Kreuz oberhalb von San Justa de la Vega ging alles gut
Der Abstieg war neu gebaut, ähnlich Waschbetonplatten, deshalb schwer zu laufen.
Jochen hat mich an der Kathedrale in Empfang genommen.
Ein kleiner Rundgang durch die Altstadt folgte noch, am Schloss von Gaudi vorbei, dann langte es uns.
Nach dem obligatorischen Bier und Einkauf, Süßigkeiten wie z.B. kleine Küchle (weltberühmt), ging es zurück zum Stellplatz.
–









Der Stellplatz in Astrorga ist direkt an der Stierkampfarena.
Hier können 20 Mobile, auch Dickschiffe stehen.
Die Ver – und Entsorgungsanlage ist, wie so häufig in Spanien, in einem nicht besonderen Zustand.
Ein Wasserhahn für Frischwasser, separat, war abgedreht.
Wasser muss an der Cassetten Entsorgung gezogen werden, völlig ekelhaft. Ich brauchte zum Glück kein Frischwasser!
GPS: N 42.27.04 – W 06.03.56, gratis


Morgen geht es weiter, durch und über die Berge nach Molinaseca
Um nach Molinaseca zu gelangen, musste Jochen einen großen Umweg von über 70 km fahren.
Die Straßen in der Gegend, sind für Wohnmobile über 2,7 Tonnen unpassierbar.
Eine Ortsdurchfahrt ist so eng, 2,50 m Breite maximal und die Balkone an den Häusern hängen auf 2,5 m Höhe.
In diesen Bergen haben schon die Römer nach Gold geschürft. Ich werde das tunlichst unterlassen.
Also über die Autobahn und dann nach Molinaseca zum Stellplatz fahren.

Von Astorga geht es wieder in die Berge.
Das Ziel ist diesmal Molinaseca.
Und was soll ich sagen, es regnete wieder fast ununterbrochen.
Am Cruz Ferro vorbei dann zur Ortschaft Acebo.
Hier sind die Straßen so eng, maximal 2,5 m, und die Balkone so niedrig, so bei 2,30m Höhe, dass eine Durchfahrt mit dem Reisemobil unmöglich war.
So wurde es auch in Routenplanern beschrieben.
Deshalb musste ein großer Umweg gefahren werden



Molinaseca ist dafür ein absolut schöner und schnuckeliger Ort.
Meines Erachtens einer der schönsten Orte am Camino, durch die ich gewandert bin.
Die Berge rings rum waren in Wolken gehüllt, es regnete mal wieder.
In der ersten Gaststätte am Ortseingang war unser Treffpunkt.
Bei einem gemütlichen Bier in der Pilgerherberge wurde erst einmal relaxt.









Was könnten diese Balken und Wände erzählen . ….
Molinasseca hat sogar einen Reisemobilstellplatz, mit Ver – und Entsorgungsanlage.
Fahrzeuge bis 9 m passen hier drauf, aber bei der Zufahrt und bei der Abfahrt geht es sehr eng zu, man muss höllisch aufpassen.
GPS: N 42.32.23 – W 06.31.13
Alles ist asphaltiert, einige Bäume, beleuchtet und ruhig.
Weiter geht es am 26.10.2022 nach Ponferrada

Etappe von Molinaseca nach Ponferrada am 26.10.2022, mit nur 9 km Fußweg.
Diesmal war es nur ein kurzer Fußweg.
Aber zuerst musste unser Womo vom Parkplatz kommen.
Über eine kleine Brücke mit knapp 3 m Breite, dann extrem stark nach rechts abbiegen.
Dabei nicht mit dem Heck an der Mauer anschlagen.
Aber im Zeitlupentempo, mit meiner Einweisung, ging es gut.
Der Fußweg führte mich entlang der Straße und dann querfeldein.
Ich sah dann von einer Stelle aus die Reisemobile stehen und nahm deshalb eine kleine Abkürzung.
Auf dem Stellplatz lernten wir dann den Reisemobillisten Siegfried mit seinem Clouliner aus Gummersbach kennen.
Seinen Smart hatte er am Mobil angehängt.
Er reist nur noch durch Spaniern und Portugal. Er wohnt im Prinzip auch nur noch in seinem Mobil.
So konnten wir von Ihm wichtige Infos über unsere weitere Tour erlangen.
Mit seinem Smart ging es dann am 27.10.22 zum Waschsalon und zum Lidl. Wir hatten eine Pause eingelegt.
Wir haben in die Trommel der Waschmaschine unser Mittel geworfen, Taps wie daheim gewohnt, dann kamen noch automatisch spanische Mittel dazu.
Diese Mischung „Stinkt “ immer noch wie ein …….
Es hat an allen Tagen in Ponferrada so gegossen, dass uns die Lust an einer Altstadtbesichtigung und vor allen Dingen der Templerburg, vergangen ist.





Der Stellplatz Ponferrada an der Pilgerherberge bietet Platz für ca. 50 Mobile aller Größen.
Eine Entsorgungsanlage, und einen Wasserhahn, leider für alles, dazu sehr schmuddelig.
Auf Asphalt, beleuchtet und einigermaßen ruhig und gratis.
GPS: N 42.32.46 – N 06.35.12
Es geht weiter von Ponferrada nach Villafranc del Bierzo

Am 28.10.2022 ging von Ponferrada weiter nach Villafranca del Bierzo.
Durch unendliche lange Straßen von Ponferrada unter der Autobahn durch, ging es dann weiter durch einsame Weinberge.
Vorbei an etlichen Bodegas, Weingütern, ging es teilweise an einer Straße entlang dann weiter über Feldwege nach Villafranca del Bierzo.
Hier ist, wie in Rioja, ein großes Weinbaugebiet.
Treffpunkt war der Ortsparkplatz beim Rathaus.
Jochen stand schon da. Ich war pudelnass, denn unterwegs hat es nur geschüttet.






Der Übernachtungsparkplatz war am alten stillgelegtem Bahnhof, unterhalb der Innenstadt. Hier fährt seit vielen Jahren kein Zug mehr.
Nur eine leichte Belästigung durch die neue Autobahn war vorhanden, ansonsten ist es ruhig.
Der Platz ist auch für Dickschiffe gut geeignet.
Betonboden, und teilweise beleuchtet. Der Platz hat keinen Service.
GPS: N 42.36.04 – W 06.48.50
Es gibt auch einen Reisemobilstellplatz am anderen Ende der Stadt, dieser ist aber für unser Mobil nicht anfahrbar.
Von Villafranca del Bierzo geht es über Faba nach O Cebreio












Es gibt nur eine Parkmöglichkeit für ein Mobil, und man muss richtig Glück haben, wenn dieser nicht durch PKW`s belegt ist, wir hatten das Glück. In O Cebrreio gab es an diesem Tag nur „dicke Luft“ es war nebelig, kalt und es nieselte.
GPS N 42.42.31 – W 07.02.32, sehr schräg, aber in der Nacht ruhig.
Von O Cebreio geht es über Tricastela nach Sarria auf den Campingplatz.

Von O Cebreio geht es über Tricastela nach Sarria
Es schüttet auch an diesen Tagen.
Es ist nebelig, Straßen und Wege sind von kleinen Sturzbächen und Geröll überseht.
In Sarria haben wir uns auf dem dort vorhandenen Campingplatz angemeldet.
„Camping Vila Sarria“.
GPS: N 42.43.34 – W 07.23.44
Dieser Platz hatte eigentlich schon geschlossen.
Aber für einen „Sonderpreis“ konnten wir dort einige Nächte stehen bleiben.
Im Sommer sicherlich eine schöne Anlage, aber bei diesem Wetter doch etwas schlammig.
Leider ist auch dieser Platz noch nicht so richtig auf Reisemobile ausgerichtet, schräge und viel zu kurze Plätze, die wir auch nicht durch unsere Hubstützen ausgleichen werden konnte.
Aber was solls, man ist ja flexibel.
Der Camino führt direkt am Eingang zum Camp vorbei.
Dafür gibt es aber Strom, Wasser, Entsorgung und eine gute neue Waschmaschine sowie einen neuen Trockner.
Waschen für 4€ und Trockner für 3€, und es funktioniert alles sogar.
Das automatisch eingegebene Waschmittel ist diesmal geruchsmäßig voll „verträglich“.
Es stinkt nicht so, wie das Waschmittel in Ponferrada.
Die Aufbau – Batterien können jetzt auch mal wieder bis „Anschlag“ geladen werden, denn bei diesen Kurzstrecken , 30 bis 40 Minuten, kann auch ein guter Lade Booster diese nicht voll bekommen, und die Sonne für unsere Solarpaneels fehlte leider.
Morgen ist Ruhetag.
Eine „Sause“ durch die Altstadt von Sarria ist aber angestrebt, hoffentlich einmal ohne Regen.




Von Sarria geht es weiter nach Portomarin am Stausee

Auf geht es zur nächsten Etappe, von Sarria nach Portomarin, am 01.11.2022.
Es hat nicht geregnet und die Temperaturen waren brauchbar.
Der Weg führte durch hügeliges Land und dann zum Stausee Encoro del Belsar.
Es war eine extrem anstrengende „Bergabstrecke“ die meinen Knien ordentlich zu schaffen machte.
Der Stausee ist eigentlich ein aufgestauter Fluss, der Riho Minho, an dessen Grund einst Portomarin lag.
Aber die Stadt Portomarin wurde komplett abgebrochen und Stein für Stein in den fünfziger Jahren, oben am Berg wieder neu aufgebaut.
Man kann jetzt, im fast leeren See, die alten Brücken und Überreste der Stadt sehen, momentan ein touristischer Magnat.
Über den Eingangsbogen, einem ehemaligem antiken Brückenbogen, führt der Camino in die Ortschaft Portomarin.
Leider gab es nirgends was zu essen, alle Gaststätten hatten geschlossen.
In einem kleinen Supermarkt haben wir uns mit Essbaren versorgt und nach dem obligatorischen Bier ging es zurück ins Womo.











Es sind nur noch 100 km bis Santiago de Compostela

Wir stehen hier, wie auch 2015, vor einer geschlossenen Auberge, ein kleiner Parkplatz, direkt an der großen Straßenbrücke über den leeren Stausee.
Nicht besonders ruhig, aber zum Übernachten gerade noch geeignet.
GPS: N 42.48.19 – W 07.36.59
Es gibt einen offiziellen Stellplatz im Ort, der aber nur für „Minimobile“ anfahrbar ist.
Seit 2022 wird ein weiter Stellplatz am Ortsende ausgewiesen, dieser ist leider von einem LKW und Pkw´s belegt, also unbrauchbar.
Es geht von Portomarin weiter nach Palas del Rei weiter.

Und wieder geht es weiter, von Portomarin nach Palas de Rei, am 02.11.2022.
Es war noch fast dunkel als ich wieder auf dem Weg war.
Die Nacht war nicht besonders ruhig, ein Kanaldeckel, neben dem Mobil, klapperte bei jeder Überfahrt eines Fahrzeuges.
Aber was solls, da muss man durch.
Viele Pilger waren heute auf dem Camino unterwegs.
Auf den letzten 100 km wird es immer voller.
Denn wer mindestens 100 km gepilgert ist, dies auch nachweisen kann, bekommt später die begehrte Pilgerurkunde.
Es ging durch Kiefernwälder, Eichenwälder und diverse Eukalyptuswälder.
Diesmal war kein so riesiges Gefälle wie am Vortag vorhanden.
Am Ziel stand schon Jochen mit der rollenden „Pilgerherberge“.
Anschließend sind wir zusammen noch weiter in den Ort und zur Kirche gegangen, um einzukaufen und den „Stelo“ zu bekommen.







Stellpatz in Palas del Rei.
Einfacher ruhiger Stellplatz, auf Gras und Schotter, hinter einer Pilgerherberge, aber beleuchtet, dazu auch noch gratis.
Eine Ver – und Entsorgung ist vorhanden, Wasserhahn mit 1-Zoll Verschraubung aber sehr schlecht anzufahren.
GPS: N 42.52.25 – W 07.51.29

Eine neue Etappe, es sind nur noch vier, es geht nach Melide

Es geht wieder weiter, auf die viertletzte Etappe.
Von Palas del Rei nach Melide.
Doch vorher noch ein kleines Erlebnis.
Ein FIAT-Ducato Busle parkte vor uns. Es wurde daneben ein kleiner Stall aufgebaut. Neugierig sahen wir zu, was sich dort abspielt.
Nun, ein Huhn wurde in dem Käfig zum Füttern ausgesetzt.
Aber das war noch nicht alles.
Aus der Schiebetür kamen dann auch noch 5 mittelgroße Hunde heraus. Wo hocken die alle nur, in einem knapp 6 m langen Busle ?
Diesmal als kleine Abwechslung.
Es hat wieder angefangen zu regnen, also den Poncho übergezogen.
Die Strecke war einfach zu bewerkstelligen.
Jochen traf ich dann an der Gaststätte Athena am Ortseingang von Melide.
Eine Bio-Pizza, die sehr lecker war und das Bier beendeten den heutigen Wandertag.
Morgen geht es nach Arzua



Der Stellplatz von Melide;
Ein großer asphaltierter Parkplatz mit ausgewiesenen Plätzen, leider nur für „Minicamper“. Wir standen deshalb quer.
Eine Ver – und Entsorgungsanlage Anlage ist in 50 m Entfernung, der Platz ist beleuchtet.
GPS: N 52.54.38 – W 08.00.42

Weiter geht es nach Arzua

Es geht zur Etappe nach Arzua, am 04.11.2022.
Auch heute war es fast noch dunkel, als es auf den Weg ging.
Unterwegs kam ich noch an einer kleinen Kirche vorbei, in der mir ein Stelo in den Pilgerpass gedrückt wurde.
Nahezu der ganze Weg ging durch Maisfelder, die noch nicht abgeerntet waren und durch Eukalyptuswälder, bergauf und bergab.
Auf dem großen Ortsparkplatz stand Jochen.
Da die Tourist Info geschlossen war, ging es in die nächste Bar auf ein Bier, einem leckeren Essen, auch bekam ich den „Stelo“ hier.



Parkplatz Arzua
Großer Ortsparkplatz am Anfang der Stadt.
GPS: N 42.55.42 – N 08.09.28
Schotterplatz ist auch für Dickschiffe geeignet. Es gibt keinerlei Service für Mobile.

Weiter geht es, von Arzua nach O Pedruzo.

Etappe von Arzua nach Pedruzo am 05.11.2022 .
Auf geht es zur vorletzten Etappe, die verhältnismäßig eben war.
Heute ging es wieder durch Eukalyptuswälder.
Am Ziel angekommen, lief ich anschließend mit Jochen noch zu einem neu angelegten Reisemobilstellplatz.
Dieser ist leider nur für kleine Mobile geeignet und hat eine extrem steile Zu – bzw. Auffahrt.
So blieben wir, wie 2015, neben der Sportanlage stehen.
Die Bar direkt neben uns hatte leider schon Winterpause.
So gingen wir in den Ort, um den Stelo zu bekommen, ein Bier zu trinken und etwas zu essen.
Was zu essen, das war auf Grund der auslaufenden Saison nicht mehr möglich. Aber zwei Bier, das gab es.
Also zurück ins WOMO und was Essbares selber gemacht.
Den Parkplatz beschreibe ich besser nicht, denn die ehemalige Sackgasse, in der wir standen, ist jetzt die Zufahrt zur Autobahn.
Auf zur letzten Etappe auf dem Camino, zum Ziel Santiago de Compostela.

Es sind jetzt nur noch 25 km bis Santiago de Compostela.

Pedruzo nach Santiago de Compostela
Die letzte Etappe wird angegangen.
Der Weg führt ziemlich eben wieder durch Eukalyptuswälder, am Flughafen außen rum nach Santiago.
Ca 8 km vor Santiago war der schöne Wanderweg leider zu Ende. Die Wegführung war eine Andere, als 2015.
Von nun an ging es nur noch bergab, und damit auf meine Knie, die mir immer mehr zu schaffen machten.
Aber was solls, die letzten km mussten irgendwie zu schaffen sein und es ging auch.
Nach ca. 2 Stunden habe ich die Altstadt von Santiago de Compostela erreicht.
Mit etwas Suchen fand ich dann die Kathedrale, die gelben Pfeile und andere Hinweise waren nicht mehr sichtbar.
Leider hatte ich keinen Kontakt mehr zu Jochen, sein Handy war ausgestiegen und zeigte nichts mehr an.
Aber trotzdem trafen wir uns dann doch vor der Kathedrale.
Gemeinsam liefen wir dann durch den „Tunnel der Pilger“, in dem wir mit Dudelsackmusik empfangen wurden.
Am Ende des Tunnels war mein Pilgerweg, wie bei tausenden anderen Pilgern zuvor, vorbei.
Überall lagen sich Pilger in den Armen, manche sangen, andere hockten auf ihren Rucksäcken und weinten.
Die Emotionen müssen nach so einem langen Weg raus.
Anschließend suchten wir das Pilgerbüro auf, in dem ich meine „Pilgerurkunde“ in Latein geschrieben, bekam. Dabei wurde mein Pilgerbuch genau überprüft.
Jetzt noch das obligatorische Bier zum Ende des Weges, dazu ein spanisches Omelett.
Ein Blick, in die Kathedrale war nur kurz möglich, diese wurde gerade geräumt und gesperrt, irgend eine Messe, die anscheinend reserviert war, sollte beginnen, eigentlich schade. Aber 2015 konnten wir einer kompletten Pilgermesse beiwohnen, bei der auch der “ Silberpott“ gefüllt mit Weihrauch, durch das Gewölbe geschwungen wurde. So war es überwindbar.
Es ging anschließend, nach weiteren 500 m durch die Altstadt, mit dem Bus, für einen Euro, zum Reisemobil – Stellplatz, zurück.
In einigen Pressemitteilungen konnte ich später lesen, in Santiago gehe es zu wie am „Ballermann“.
Diese Schreiberlinge sind absolut hirnlos und haben keinerlei Ahnung von dem, was auf dem Camino ab geht.
Die sollten selber einmal über 800 Kilometer laufen und sich nicht mit dem Taxi von Ort zu Ort fahren lassen.
Meines Erachtens sind das völlige „Dummschwaller und Wichtigtuer“.







Hurra, es ist geschafft. 814 Kilometer, auf dem Jakobsweg durch Nordspanien sind nach der Passage des „Tunnels der Pilger“ zu Ende. Welch ein Triumph für Petra.









Das ist sie, die Urkunde für den Jakobsweg

Hallo liebe Freunde und Interessierte.
Es ist geschafft !!!!!!!
Ich bin tatsächlich in Santiago de Compostela angekommen.
Die letzten 814 km seit Saint Jean Pied de Port in Frankreich, waren eine Erfahrung (trotz meines Alters) und auch eine absolute Herausforderung.
Ich kann wirklich empfehlen, sollte es der Wunsch sein, es mir nachzumachen, sich unbedingt gut vorzubereiten und auch fit zu sein.
Trotz mancher Qualen war es aber sehr schön.
Zum Schluss möchte ich mich aber auch bei Jochen bedanken. Die Geduld, die er aufbringen musste, hätte ich ihm nicht zugetraut.
Ja so lernt man seinen Partner auch nach 50 Jahren neu kennen.
Jetzt erhole ich mich etwas und dann geht der 2. Teil unseres Abenteuers weiter.
Stellplatz Lavacolla Camper Park Santiago,
Kosten : 10€ Mobil,
Hunde sind erlaubt, es gibt eine Auslauffläche.
Dies ist ein ganz neuer Stellplatz, für Fahrzeuge bis 12 m geeignet.
Ein sehr netter und hilfsbereiter Betreiber, spricht Englisch, erwartet seine Gäste.
Es gibt alles was man braucht.
In 400 m ist die Bushaltestelle nach Santiago de Compostela, Bus Nr. 6A, man steigt 500 m vor der Kathedrale aus, das für 1€
Der Platz verfügt über eine Ver – und Entsorgungsstelle,
WC, Damen und Herren
Duschen, Damen und Herren, Zusatzpreis
Einen Spülraum
Münzbetriebene Waschmaschine und Trockner, jeweils 4€
Strom zu Extrakosten , 10A, an jedem Platz, normale Steckdose, 4€.
Gratis WIFI
Im Sommer ist ein kleines Schwimmbad geöffnet.
Leider sind die vorderen Plätze etwas laut, durch die Straße zum Flughafen.




Doch bevor es weiter geht, muss unser Mobil morgen in Santiago de Compostela in die Werkstatt.
Die FIAT – Comformatik bereitet uns immer größere Probleme, rückwärtsfahren und sauberes Schalten wird immer schlechter.
Vermutlich ist die Kupplung zum 5. Mal defekt, ist halt FIAT – Schrott bzw. eine Fehlkonstruktion.
Der Stellplatzbetreiber fährt selber FIAT und kannte eine entsprechende Werkstatt. Er machte dort einen Servicetermin für uns aus.
So, den Werkstatt Termin bei FIAT haben wir hinter uns.
Eine super FIAT Werkstatt, (Bonaval Car, Fiat Prof) hier in Santiago de Compostela, an der Automeile, die sich sofort unseren Problemen angenommen hat, obwohl sie total überfüllt und ausgebucht war.
Der Werkstatleiter, er spricht perfekt Deutsch, hat alles gemanagt. Ihm muss ich für seinen Einsatz eine extra Lob aussprechen und „Muchias Gracias“ sagen.
Es musste das komplette Getriebe neu programmiert und dann angelernt werden.
Dies hätte nach seiner Aussage eigentlich schon nach Vorschrift von FIAT, bei einem Servicetermin, vor Jahren in Deutschland geschehen müssen …..
Die Kupplung muss noch nicht erneuert werden, so deren Aussage.
Eine Rundfahrt, kreuz und quer durch Santiago de Compostela, mit dem Mobil, gesteuert von einem „herzhaft“ fahrenden Mitarbeiter, der zweite Mitarbeiter saß auf dem Beifahrersitz mit dem Rechner, zeigte keine Schwächen der Kupplung mehr.
Der Motor muss nicht ausgebaut werden hieß es.
Jetzt sollen wir alles einmal ausgiebig testen.
Nach 4 Stunden Service, für sage und schreibe 139€, sind wir weiter gefahren.
Jedenfalls packt die Kupplung wieder richtig, wie schon lange nicht mehr, auch beim Rückwärtsfahren.
Hoffentlich bleibt das so, die Hoffnung stirbt zum Schluss.
Dies war Teil 1 unsere Auszeit.
Es geht von jetzt in größeren Etappen nach Portugal und dann an die Algarve.

Der Jakobsweg ist jetzt beendet
Wir machten drei Tagen Pause, damit sich die Knie von Petra wieder etwas erholen können. Jetzt geht es weiter in Richtung Portugal.
Zuvor haben wir noch einen großen Waschtag eingelegt.
Die Route führte uns jetzt von Santiago de Compostela über Ponteverda nach Arcade.
Dort hatte ich einen Stellplatz, mit Ver – und Entsorgung, im einem Hafen als Ziel auserkoren.
Eigentlich wollten wir noch nach Cabo Fisterra fahren, dem Ende der Welt.
Aber das Wetter war so garstig, Regen und starker Sturm, so dass wir es vorgezogen haben uns unverzüglich in Richtung Süden zu begeben.
Die Anfahrt zum Hafen und zum Stellplatz, war etwas eng und hakelig, aber wir fanden diesen.
Nur drei Mobile und zwei abgewrackte Camper standen dort.
Es wäre ein schnuckeliger Stellplatz gewesen, wäre dort nicht die Vorfilterung der örtlichen Kläranlage.
Die Geräuschkulisse und der doch extreme Geruch, waren schon erheblich.
Aber der Mensch erträgt ja einiges.
Im Hafen gab es noch eine Kneipe, die sogar geöffnet hatte.
Aber wir zogen es vor, unser Parkplatzbier im Mobil zu trinken, da komische Typen um unser Mobil gingen.
Am nächten Tag ging es dann sofort wieder weiter.
Infos zum Stellplatz Arcade
10 Plätze, für jede Größe,
Ver – und Entsorgung, diese ist extrem schmuddelig, wie meistens in Spanien. Der Wasserhahn ist für „alles“ zuständig, eine große Sauerei!
GPS: N 42.20.22 – W 08.36.46





Es geht weiter nach Ancora

Von Arcade ging es dann weiter über Tui nach Portugal.
Vorher haben wir in dem Ort Tui noch getankt und LPG-Gas aufgefüllt.
Es war die letzte REPSOL Tankstelle vor Portugal.
In Spanien werden ja alle Treibstoffen direkt beim Tanken subventioniert.
Der Tankrabatt wird direkt von der Rechnung angezogen, warum geht das nicht bei uns, wäre doch so einfach.
Aber dazu ist man in Deutschland ja unfähig !!
Ein günstig gelegener LIDL wurde auch noch angefahren, um die Vorräte aufzufüllen.
Jetzt überquerten wir die Grenze nach Portugal.
In Portugal fahren wir, wenn möglich, keine Autobahnen, da diese meistens Mautpflichtig sind. Die Bezahlung ist äußerst kompliziert, kaum einer blickt da richtig durch, auch in den Foren wird gerätselt..
Was uns sofort ins Auge viel, die Ortschaften jetzt in Portugal, wirken sehr gut aufgeräumt und sauber.
Es liegt so gut wie kein Müll an den Straßenrändern rum.
Die Häuser und Häuserfronten sehen sauber aus, nicht wie in Spanien, wo ein Großteil der Häuser wie unbewohnte Ruinen wirkten.
Weiter ging es über Vigo , Caminnha in den kleinen Ort Vila Praia de Âncora.
Hier gibt es einen Parkplatz Municipal, auf dem 10 Mobile am Fischereigebäude, Platz haben.
Die Übernachtung ist geduldet, aber maximal 48 Stunden Aufenthalt.
Ein richtig schöner und ruhiger Platz. Man hört nur das Rauschen der Wellen.
Beleuchtet, aber ohne jeglichen Service.
Stellplatz Vila Praia de Âncora:
10 Plätze, bis 8 m
GPS: N 41.49.02 – W 08.52.13
Achtung, nicht durch den Ort fahren, der ist extrem eng.









Es geht weiter nach Esposende
Von Vila Praia de Âncora ging es dann weiter nach Esposende.
Dort haben wir uns mit Siegfried verabredet.
Es gibt in Esposende, am Busbahnhof, 500 m vom Strand entfernt, einen sehr großen freien Parkplatz.
Aber vorher kamen wir noch durch den Ort Viana do Castelo.
Unsere Navigatoren machten plötzlich Probleme, und waren sich nicht mehr einig.
Der Grund war dann schnell erkannt, eine riesige Stahlbrücke, erbaut vom Herrn Eiffel, war nur für 3,5 Tonnen zugelassen.
Also sind wir dem Navigator nach in Richtung Autobahn, dann weiter in Richtung Lissabon gefahren.
Dieses Stück Autobahn ist Mautfrei.
Der Stellplatz in Esposende ist sehr groß, zweimal im Monat ist dort jeweils am Montag Markttag.
Dann wird der Platz vorher von der Polizei GNR geräumt.
In 400 m ist ein bestens sortierter ALDI anzutreffen, viel sauberer und umfangreicher, als man das bei ALDI hier bei uns kennt.
Bei einem Strandspaziergang über die Promenade haben wir unser Ankommerbier, einen guten Hamburger und ein leckeres Fischgericht verputzt.
Anschließend trafen wir uns noch ausgiebig mit Siegfried.
Zwei Tage blieben wir hier, bevor es weiter in Richtung Porto ging.
Stellplatz Esposende:
>100 Plätze, jede Größe, beleuchtet auf Schotter, Pflaster Asphalt.
Ver und Entsorgungsanlage, getrennte Wasserhähne.
WC Anlage am Busbahnhof, ist gratis zu benutzen.
GPS: N 41.34.19 – W 08.46.46
Achtung, nicht durch den Ort fahren, der ist teilweise extrem eng.




Nach zwei Tagen Pause geht es jetzt weiter nach Porto

Vom Stellplatz in Esposende ging es dann, nach 2 Tagen Pause, weiter nach Porto.
Natürlich wieder über mautfreie Straßen, die N 13, die manchmal viele Löcher und Engstellen hatte.
Vor Porto waren dann die Autobahnen mautfrei, so dass man außen rum, über das Duro Tal, fahren konnte.
Direkt danach, an der letzten Ausfahrt vor der Mautstelle, ging es dann in Richtung Vila Nova de Gaia – Lavadores – Canidelo.
Der Campingplatz Orbitur – Canidelo war diesmal unser Ziel.
Doch bei der Anfahrt zum Campingplatz führten uns unsere Navigatoren durch extrem enge Gassen, die mir wieder Schweißperlen auf die Stirn trieben. Aber wir kamen durch.
Der Campingplatz Orbitur Canidelo hat ganzjährig geöffnet und war fast voll belegt.
Da ich Mitglied im Orbitur Verband bin, bekamen wir sofort einen, für uns geeigneten, Stellplatz.
Dazu wurden uns dann später 15% Rabatt von der Rechnung abgezogen.
Der Campingplatz ist für einen Besuch von Porto super gelegen.
Er verfügt über alle Annehmlichkeiten, die man benötigt, braucht, oder auch nicht.
Die Sanitäranlagen sind sauber, aber steinalt. Wir brauchten diese nicht.
Das WIFI arbeitet leider nur an der Anmeldung.
Dafür gibt es sehr freundliches Personal.
Am 2. Tag machten wir, da sich top Wetter zeigte, eine „Sause“ durch Porto.
Die Bushaltestelle der Linie 15 ist ca. 300 m vom Camp entfernt.
Die Fahrt mit diesem Bus ist alleine schon ein besonderes Abenteuer, der kurvt durch die engen Gassen, wie mit einem Go -Cart, es ist immer noch 5 cm Platz…
Aber in der Innenstadt, bei der Rückfahrt, muss man unbedingt aufpassen, sollte die Linie 15 auftauchen, muss man dem Busfahrer eindeutig durch Handzeichen zeigen, dass man mitfahren will, ansonsten fährt der einfach durch.
Das ist anscheinend, so konnten wir beobachten, hier in Portugal so üblich.
Eine extrem interessante Stadt, schon dadurch, des der Fluss Duro diese mit einer tiefen Schlucht teilt.
Die genieteten Stahlbrücken sind Schmuckstücke.
Über diese kommt man zuerst von der Bushaltestelle in die Innenstadt.
Für Fahrzeuge ist sie gesperrt, nur die Metro darf darüber fahren.
Hier, in Porto, „Tobt der Bär“.
Es wird behauptet, „in Porto wird das Geld verdient, dass in Lissabon ausgegeben wird“
Lauter lustige, laute und freundliche Menschen, nicht so griesgrämig und eingeschüchtert wie in Deutschland.
Ja ab und zu muss ich „ politisch“ werden, denn bei uns läuft viel zu viel falsch.
Mit dem Bus, Rundtour gelb oder blau, bzw. rot wird man durch die Gassen von Porto geschaukelt.
Man hat dabei das Gefühl, gleich fällt ein Verkehrsschild um, oder ein benachbartes Auto wackelt heftig.
Aber die Fahrer beherrschen ihre Doppeldeckerbusse.
Momentan geht es besonders eng zu, da die U-Bahn gebaut wird.
Ein Schmuckstück, über 100 Jahre alt, ist die historische Straßenbahn, ein absoluter Hingucker.
Porto ist immer eine Reise wert, denn äußerst interessant.
Historie, alte Gebäude, wichtige Menschen der Geschichte, man weiß gar nicht mehr, wo soll man anfangen oder aufhören.
Jedenfalls machten wir hier drei Tage Pause.
Heute, am 14.11.2022 haben wir einen besonderen Tag gehabt und sind unweit vom Camp an einer „Strandbar“ sehr lecker essen gegangen.
Morgen wird es noch ein fauler Tag, eventuell, je nach Wetterlage, geht es nochmals nach Porto.















Dies ist nur ein kleiner Teil unserer Bilder, die wir gemacht haben, das würde den Blog sprengen, Porto ist immer eine Reise wert.
Camping – Orbitur – Canidelo
Hier findet man alles, was ein Reisemobillist braucht.
Ein Entsorgungsplatz ist vorhanden.
Die Auffahrt ist etwas steiler, aber machbar.
GPS: N 41.07.49 – W 08.39.59



Und einige gute Gaststätten gibt es auch

Zum 47. Hochzeitstag gab es ein sehr gutes Essen, und eine gute Flasche Rotwein dazu.
Nach 4 Tagen Pause geht es weiter, grobe Richtung ist Lissabon, aber vorher noch über etliche Zwischenziele

Nachdem wir uns vier Tage in Porto aufgehalten haben, wollen wir heute, am 16.11.2022 weiter an die Praia da Vagueira bei Avairo fahren.
Eine sehr heftige Fahrt. Durch viele Umleitungen, da überall gebuddelt wurde und etliche Umleitungsstraßen, die laufend, ohne Vorwarnung, für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt waren.
Aber nach viel Fummelei und etwas über 100 km kamen wir in der Lagunenlandschaft von Avairo an.
Dort gibt es zwei Stellplatzanlagen.
Die erste Anlage erwies sich als Flopp.
Alles war zu, der Stellplatz leer, die Gegensprechanlage murmelte etwas in Portugiesisch vor sich hin, aber die Schranke ging nicht auf.
Recherchen ergaben später, einigen Vorgängern ist es genau so ergangen. Also ist es ein Saisonplatz.
So fuhren wir 2 km weiter zum Stellplatz Vagasplash, an der Praia da Vagueira.
Dies erwies sich dann als absoluter Glücksfall.
Ein super Platz, mit „Allem“ was man benötigt.
Ein sehr freundlicher Empfang.
Also haben wir erst einmal 2 Nächte gebucht.
Der Platz liegt direkt hinter einer Düne am Atlantik, den man laut rauschen hört.
Hier lernte ich dann Lilo und Norbert, mit ihrem Morelo aus BOR kennen.
Norbert experimentierte gerade mit einem Zusatzpaneel zur Stromerzeugung.
Darüber kamen wir ins Gespräch.
Unsere Wege sollten sich auf der Reise noch öfters kreuzen.
Ach so ich habe vergessen, es herrscht mal wieder Dauerregen, was der Himmel hergibt.
Auch hier steht vieles unter Wasser, wie wir unterwegs häufig erlebt haben.
Wir haben eine sehr sturmreiche Nacht hinter uns.
Obwohl das Mobil aufgebockt war, schüttelte es sich wie ein alter morscher Baum.
Dazu hat es ununterbrochen gegossen.
Da in den nächsten Tagen das Wetter genau so weiter geht, haben wir uns entschlossen, diesen schönen Platz zu verlassen.




Reisemobil – Stellplatz Vagasplash. 11,50€/Mob.
GPS: N 40.32.58 – N 08.46.13
Er hat 70 Plätze und ist für alle Fahrzeuggrößen geeignet.
Großzügier Ver – und Entsorgungsplatz, der nichts zu wünschen übrig lässt.
WIFI in sehr guter Qualität und Geschwindigkeit.
Stromanschluss bekommt man für 4€
Dazu Waschmaschine und Trockner, Duschen, WC, nebenan ein Schwimmbad, alles zu Extrakosten.
Grillplatz, Tische und Bänke.
Am Platzende ist eine Gaststätte am Strandweg, diese hatte leider geschlossen, Ruhetag.
Super freundliche und sehr hilsfbereite Platzbetreiberin, die die bestellen Backwaren am Morgen zum Mobil bringt.
Diesen Platz kann man mit bestem Gewissen weiter empfehlen.




Und weiter geht es zur Costa de Lavos

Es ging vom schönen Stellplatz Praia Vagueira nach Figueira de Foz – Costa de Lavos.
Hier gibt es einen großen Stellplatz, für ca. 40 Mobile, mit Ver – und Entsorgung.
Dieser liegt fast direkt am Atlantik.
Wir trafen hier wieder auf Siegfried, sowie Lilo und Norbert ,mit ihrem Morelo aus BOR, der schon auf dem Platz vorher stand.
Eine neue Gaststätte am Strand war unser Ziel, ein Bier und was zwischen die Zähne war angesagt.
Nach zwei Tagen Pause ging es dann weiter.
Leider machten uns einige Hunde die Nacht zu Hölle, denn diese bellten im Vorgarten, neben uns, ununterbrochen.
Die steile Ausfahrt vom Platz musste ich mit ausgeschalteter Automatik und großem Anlauf nehmen, … die FIAT Schrott-Kupplung wollte ich nicht ausreißen.
Petra sorgte dafür, sie stand am oberen Ende und passte auf, dass gerade kein Fahrzeug kam, damit ich ohne Anhalten durchstarten kann. Es klappte super.
Stellplatz Costa de Lavos:
GPS: N 40.05.16 – W 08.52.24
ca. 30 Plätze, für alle Größen geeignet.
Chips für Frischwasser bekommt man in den Geschäften im Ort.
Im Ort diverse kleine Läden, in einem spricht man Deutsch.
Die Entsorgung ist offen.
Der Platz ist für 48 Stunden und gratis.




Heute geht es weiter zum Heiligtum der Portugiesen, nach Fatima.

Leider stellte sich das Ganze am Ziel als große Pleite raus.
Tausende Menschen liefen in Fatima auf dem Gelände und um die Kirche rum.
Dazu mussten wir noch feststellen, dass alle ausgewiesenen Reisemobilstellplätze komplett überfüllt waren.
Die Busparkplätze waren leider auch voll belegt, sonst hätten wir dort einfach geparkt. In eine brauchbare Lücke, die wir dann noch ausgemacht hatten, wollten wir einparken.
Aber dann streikte beim Rangieren mal wieder das FIAT Getriebe, die elende Comformatik. Alarmanzeige, Piepstöne, die Kupplungstemperatur ist zu hoch wurde angezeigt, somit war Rückwärtsfahren nicht mehr möglich.
Dieser FIAT Schrott ist eine Zumutung, und ich kann bis heute nicht verstehen, dass Niesmann & Bischoff diesen Schrott in seine Fahrzeuge eingebaut hat, und nicht zu dieser Problematik stehen will.
Dies sei nur nebenher bemerkt.
Also Vorwärtsgang eingelegt, Ausparken ging gerade noch und mit ordentlicher Wut im Bauch, sind wir nach Obidos weiter gefahren.
Hier gab es genügend ebene und freie Stellplätze.

Obidos kann man ruhigen Gewissens, als das Rothenburg o.T. von Portugal bezeichnen.
Obidos ist einfach ein absolutes Muss.
Eine kleine historische Stadt, deren Innenstadt komplett von einer Stadtmauer umschlossen ist.
Schnuckelige, sehr enge, manchmal auch steile Gassen, laden zum Verweilen ein.
Eine sehenswerte, uralte Kirche, wurde als Bibliothek umgebaut, ohne dabei ihren Charakter zu verlieren.
Eine weitere alte Bibliothek ist ein Fischkonservenmuseum, wie wir es noch nie gesehen haben.
Die Darstellungen der verschiedensten Fischkonserven werden hier regelrecht zelebriert.
Man kann hier auch eine Fischkonserve mit seinem Geburtsdatum kaufen, der Inhalt ist aber natürlich nicht so alt…
Überall in den Gassen bekommt man einen speziellen Portwein, serviert mit einer hiesigen Sauerkirsche, im Bitterschokoladengefäß.
Schmeckt verteufelt gut.

















Der Stellplatz von Obidos:
Er liegt direkt am alten römischen Aquädukt, der über 2.000 Jahre alt ist.
Der Platz hat etwa 20 Stellplätze und kostet 6 €, ist geeignet bis 9 m Länge
Es ist ein Ver – und Entsorgung ist am Platz vorhanden.
Der Platz ist ruhig, auf Schotter und beleuchtet.
Am Abend kommt der Platzwart vorbei, oder man wirft den Betrag in den Briefkasten an der Stellplatzhütte.
GPS: N 39.21.23 – W 09.09.24


Unser nächstes Ziel ist die Lagune von Foz do Areiho

Nach kurzer Fahrt, zwischendurch haben wir noch LPG-Gas und Diesel getankt, kamen wir in der Lagune von Foz do Arelho an.
Der Stellplatzverwalter checkte uns ein und meinte, in wenigen Tagen können wir mit ihm auch Portugiesisch schwätzen….
Ein lustiger und freundlicher Typ.
Ein schöner großer Stellplatz direkt an der Lagune. Hier könnte man wochenlang verweilen.
Ein Stellplatz in der ersten Reihe wurde gerade frei und mit viel Fummelei rangierten wir dort rein.
Leider sind auch hier die Plätze „südländisch sehr eng“ und viel zu kurz für unser Fahrzeug.
Klappen rechts oder links zu öffnen ist fast nicht möglich.
Einen Tag später wurde ein anderer Platz vorne frei, so dass wir uns sofort umstellten, mehr Platz und vor allen Dingen, freies Rausfahren vom Platz.
Entlang der Strandpromenade sind viele Kitesurfer zu finden und etliche Gaststätten, die auf haben.
Ein kleiner Mercato im Ort führt alle wichtigen Lebensmittel.
Wir haben uns entschlossen an diesem schönen Ort erst einmal drei Tage zu bleiben.
Am Abend gesellten sich dann noch Lilo und Norbert aus BOR dazu.
Leider, wie üblich in den letzten 9 Wochen, Regen, Regen und dazu heftiger Sturm. Der Platz glich dadurch einer riesigen Pfützenlandschaft und war teilweise zu Fuß nicht begehbar.
Heute, am 23.11.2022, hat es draußen 19°, der Regen macht gerade eine Pause, deshalb wollen wir mal etwas Wandern gehen.
Mal abwarten, bis wann uns der Regen wieder ins Mobil treibt.

Quelle : Google Earth




Reisemobilstellplatz von Foz Do Arelho
GPS: N 39.25.43 – W 09.13.20
120 Stpl, 9 €/Mob., 40 mit Strom VE, WC, Strom 4A, WIFI, leider nur im vorderen TeilDU, WC, WA+TR, schöner ruhiger Platz
Tel; +351 262979432 – +351 262 979 027
INFO:
Man darf in den Sommermonaten, vor bzw. neben dem Grundstück, gegenüber der Straße links stehen. Einfach geradeaus auf der Wiese, mit etwas Schotter, bis zum letzten Gebäude. Allerdings nur wenn der Platz voll ist. Auf dieser sind locker noch 50 Stellplätze frei zu dem man dort nur 4 Euro koste.





Von Foz do Arelho geht es weiter nach Peniche

Nach etwas über 40 km Fahrt erreichten wir Peniche.
Unser Ziel war der ASA Reisemobil – Stellplatz von Peniche.
Diese ASA Platzvereinigungen werden immer mehr in Portugal, nachdem man über 85 % aller freien Stellplätze, wegen Versiffung und Vermüllung, durch „beschränkte Wohnmobiltouristen“ in Portugal gesperrt hatte.
Bei Nichtbeachtung, illegalem Freistehen, wird die Polizei, GNR, extrem rigoros, es wird richtig teuer, meistens 240€, die sofort fällig sind.
ASA Peniche ist ein richtig schöner Stellplatz, mit allem was man braucht. Extras kosten jeweils zuzüglich.
Peniche, ist ein doch etwas „herber“ Ort, ein alter Fischerort, der langsam auch für den Tourismus erweckt wird.
Eine typische Altstadt ist dort nicht zu finden, aber viele schön hergerichtete Häuser, gegenüber dem Fort, und in einigen Gassen und an den Straßen sehr viele Gaststätten.
Sehr gut für den Reisemobillisten, in <400 m Entfernung vom Stellplatz liegen ALDI und LIDL Tür an Tür.
Eine Wanderung zu den Felsen „Forte da Luz – Papoa“ und zum Fischereihafen sowie zur Festung, die momentan leider geschlossen war, lohnt sich auf alle Fälle.
Das haben wir heute auch ausgiebig gemacht.
Es scheint zum ersten Mal seit Wochen durchgehend die Sonne.
Eine Boostsfahrt zur Insel Ilha da Berlenga, Portugal ältestes Naturschutzgebiet, bietet sich in den Sommermonaten an.
Leider nur bis September wegen der Wellenhöhen.
Jedenfalls hat sich der Besuch von Peniche absolut gelohnt.
















Der ASA Stellplatz von Peniche:
GPS: N 39.21.59 – W 09.22.45
Er hat 60 Stellplätze, für alle Größen geeignet, auf Betonboden.
Sehr netter Empfang, man kann auch Brötchen etc. dort bestellen, aber diese schmecken nicht. Die Backwaren vom ALDI und LIDL sind besser!
Ver – und Entsorgung, Wohnmobil Waschplatz für Mobile und Strom, 4A oder 8 A, WC Damen und Herren, Waschmaschine und Trockner Miele, einen Fahrradverleih.
Das wird alles extra berechnet.
Der Übernachtungspreis ist momentan bei 7€, mit Ver – und Entsorgung.



Es ist der 26.11.2022 und das Wetter ist gut, die Sonne scheint.
So beschließen wir eine Wandertour zum Inselsporn „Papoa“ und dann weiter zur Ruine, „Forte Da Luz“, eine alte Befestigungsanlage, aus dem 16. Jahrhundert zu machen.
Der Weg, auf den Felsen Papoa, ist nur bei gutem Wetter gefahrlos möglich.
Man muss über etliche kleine glitschige Pfade und Treppen, sowie viele Holzstege wandern. Direkt daneben Abgründe von manchmal über 100 m.
Bei Flut und starken Wellen ist das extrem gefährlich, denn die Gicht der Wellen geht bis zu den Holzbrücken hoch.
Heute passte absolut alles.
Die Aussicht vom Felsen war gigantisch. Danach führte der Weg zur Ruine des Forts, dessen Scharten früher mit Kanonen bestückt waren. Viel war von der Gebäudesubstanz nicht mehr übrig geblieben.
Wir fanden anschließend dann am Strand auch noch eine „Bar“ und schlossen die Wanderung mit einem „kühlen Blonden“, einem Bier ab.
Dann ging es zum Mobil zurück.
Morgen soll es wieder regnen.
Heute kamen auch unsere „Verfolger“ Lilo und Norbert auf den Stellplatz.
Am Montag fahren wir dann weiter, in Richtung Algarve. Aber eins mussten wir feststellen, Peniche ist immer einen Besuch wert.
Die negativen Beschreibungen, in diversen Foren und sonstigen Reiseberichten, treffen hier absolut nicht zu.
Peniche ist kein großer Touristenmagnat, das ist gut so, denn dadurch bleiben der Charme und das Flair dieser Stadt erhalten.









Nach 4 Tagen Aufenthalt in Peniche wollten wir weiter in Richtung Algarve über Lissabon fahren.
Aber es kommt vieles anders, als man denkt, oder geplant hatte.
Doch zuvor hatten wir noch so komische Geräusche auf dem Womo Dach.
Vier Möwen schauten uns von oben durch die Luke rein, knabberten an den Antennen rum, um dann mit mordsmäßigem Geschrei davon zu fliegen.
Die steile Platzausfahrt wurde in üblicher Manier angegangen, Petra passte oben auf, so dass ich direkt durchstarten konnte.
Da sich leider das Wetter ,für Lissabon, als extrem schlecht angekündigt hatte, zogen wir es vor, nicht dort hin zu fahren.
Das sollte sich mal wieder als Glücksfall rausstellen, denn Extremregen führte zu furchtbaren Überschwemmungen in Lissabon. Der Stellplatz, den wir eigentlich anfahren wollten, stand nach Presseberichten, fast 60 cm unter Wasser.
Ein Bericht im SWR 3 TV am Abend zuvor, hatte uns über sehr vieles in Lissabon informiert.
Die Ramblas in Lissabon sind ja größtenteils reine Shoppingmeilen. Das ist nicht unser Ding.
So langsam hatten wir auch die Nase von den Städten, Burgen, Schlössern, von Festungen und vielen Kirchenbesichtigungen auf unserem Weg, voll.
Im weiten Bogen umfuhren wie die Stadt, da die beiden Brücken, über den Tejo, Mautpflichtig sind.
Es geht weiter, über Vila Franca nach Comporta

Über Alcecar ging es dann durch große, teilweise eingezäunte Naturschutzgebiete, wieder in Richtung Atlantik, nach Comporta.
Ein ist kleines und ruhiges „Nest“, aber mit vielen Kneipen.
Der Stellplatz Comporta liegt direkt hinter der Polizeiwache, also sehr sicher.
GPS: N 38.22.41 – N 08.47.08
Er hat Platz für 30 – 40 Mobile auf Sand und Schotter.
Am Platz ist eine Ver – und Entsorgung, sowie in WC Haus, D+H, mit Waschbecken vorhanden.
Und das alles gratis, dazu sehr ruhig gelegen.
Zweimal im Monat findet dort aber am Freitag ein Markt statt, dann ist der Platz gesperrt.

Die Trittbrettfahrerin

Nach einer Nacht geht es weiter über Sines zum Surfer Parkplatz.

Comporta nach Praia de Sao Torpes bei Sines.
Vor der Weiterfahrt mussten wir erst einmal eine sehr anhängliche „Trittbrettfahrerin“ verscheuchen, die kam laufend wieder zurück.
Auf unserem weiteren Weg kamen wir durch viele kleine Dörfer, in denen fast jeder Mast, Kirchturm oder geeignete Stellen, mit Storchennestern gekrönt waren.
Die Störche standen alleine, oder zu zweit auf den Nestern, bei einigen sah es so aus, als ob diese brüten würden.
Schon ein tolles Bild.
In der Stadt Sines und in direkter Umgebung, dürfen Mobile nicht mehr übernachten, teilweise besteht sogar völliges Parkverbot für Mobile, warum wohl!!! Nur ein Supermarkt hat Tagesparkplätze und bietet eine kostenpflichtige Ver – und Entsorgung an.
Nach Sines kam der freigegebene Übernachtungsplatz, auf dem 48 Stunden geparkt werden darf.
Dieser liegt direkt am Atlantik, und war gut besucht von Surfern, die die riesigen Brandungswellen bezwingen wollten.
Der Platz hat keinerlei Infrastruktur.
GPS : N 37.55.32 – N 08.48.21
Ein angrenzender geschäftstüchtiger Portugiese verkaufte aber Trinkwasser an die Mobile.
Nach einer ruhigen Nacht, nur das sehr laute Rauschen der Brandung war zu hören, ging es dann weiter nach Sargres an der Algarve.





Nun geht es endlich an die Algarve

Nach einer ruhigen Nacht, nur das sehr laute Rauschen der Brandung war zu hören, ging es dann weiter nach Sargres, endlich an die Algarve.
Zwischendurch kamen wir kurz vor Odemira an einem Lidl vorbei, der extra Parkplätze, schön blau markiert, für Reisemobile angelegt hatte. Das fanden wir überall bei LIDL Märkten in Portugal, eine gute Geschäftsidee.
Zuerst waren wir alleine dort, als wir weiter fahren wollten, waren schon alle Plätze von Reisemobilen belegt.
Lidl hat erkannt, diese Kundschaft lässt viel Geld da.
Über mehr oder weniger „Schrottstraßen“ ging es dann zum Camp Orbitur in Sagres.


Der Orbitur Camping von Sagres



Der Orbitur Campingplatz Sargres:
Wir haben leichtsinniger Weise gleich für vier Tage gebucht.
Dieser Platz entpuppte sich aber als der dreckigste und schlammigste Campingplatz, den wir je angefahren haben.
Die Zufahrt zu den Plätzen war völlig verschlammt….
Nur mit sehr viel Mühe konnten wir unser Mobil in eine „Parkbucht“ manövrieren. Dazu kappte Petra einfach die zu tief hängenden Äste und musste dabei auch etliche Zweige abbrechen. Die WIFI Antennen wurden dabei abgerissen. Diese konnte ich aber mit dem guten WÜRTH Kleber (Bondsteck Klebt und Dichtet) wieder befestigen.
Den Gaststättenbesuch auf dem Platz haben wir auch sofort beendet, es stank fürchterlich nach ranzigem Fett.
Daneben brannte unaufhörlich in einer Grube undefinierbarer stinkender Abfall. Der Rauch verstänkerte den Campingplatz und die Umgebung fürchterlich.
Wo bleiben dort die Umweltgedanken der EU?
Am nächsten Tag, es war Sonnenschein, so packten wir unsere Fahrräder aus. Es ging zum „Cabo Sao Vincente“, dem westlichsten Punkt von Europa.
Für die Portugiesen ist hier das Ende der Welt und der Kilometerstein Null der EU.
In der Saison findet man hier einen Verkaufsstand für „die letzte Bratwurst vor Amerika“, eine Institution.
Leider war der Stand nicht da, Betriebsurlaub.
Den Leuchtturm konnte man wegen Bauarbeiten leider nicht besteigen.
In den Felsenwänden, es geht dort einige hundert Meter nach unten, standen Angler und waren am Fischen.
Schon beim Anblick der ungesicherten Menschen, freihändig in der Felsenwand standen, wurde es einem übel.
Aber wir konnten sehen, sie hatten laufend was am Haken.
So begnügten wir uns mit einem Bier, in der dortigen Bar und radelten zurück.






Cabo do Vincente, der westlichste Punkt von Europa





Da für die übernächste Nacht extrem starker Regen angekündigt wurde, haben wir es vorgezogen, alles einzupacken und abzureisen, denn von unserem Standplatz, den Weg bergauf, im Schlamm, den hätten wir bei Regen nicht mehr befahren können. Wir sind regelrecht geflüchtet und haben zwei Tage verfallen lassen.
So ein Schrottplatz ist mir noch nicht über den Weg gelaufen.
Die vorzeitige Abreise erwies sich im Nachhinein als völlig richtig. Am nächsten Tag wären wir mit unserem Fronttriebler, auf Grund extremer Niederschläge, dadurch starke Schlammbildung, nicht mehr vom Platz gekommen.
Wir haben uns entschlossen, sofort abzufahren,von Sagres, direkt zum Überwinterungsziel Camping Armacao de Pera

Am 02.12.2022 fuhren wir zu unserem Überwinterung – Dauerziel , nach Armacao de Pera, dem dortigen Camp.
Vorher noch beim LIDL unterwegs eingekauft sowie Diesel und LPG-Gas vollgetankt.
Der Platz ist richtig gut.

Mancher Leser wird sich fragen, warum wir gerade in Armacao de Pera, den Camp Armacao de Pera angesteuert haben.
Nun, das ist leicht erklärt. Schon auf dem letzten NBEC Treffen haben wir uns umgehört, wie und wo kann man gut an der Algarve überwintern.
Einen Reisemobilstellplatz, auf dem man Tür an Tür, wie die Ölsardinen zusammengepfercht steht, hatten wir nicht unbedingt auf dem Schirm.
Etliche Mitglieder des NBEC (Niesmann und Bischoff Eigner Club) haben diesen Platz bereits in früheren Jahren besucht.
Da wir noch nicht zuvor in Portugal waren, geschweige irgendwo überwintert haben, nahmen wir diese Tipps gerne an.
Diverse Recherchen dann im Internet, auch Infos, die uns auf unserer Reise durch Spanien und Portugal von Reisemobillisten zugetragen wurden, führten dann doch zu großen Zweifeln an diesem Platz.
Aber wir haben diesen Platz trotzdem angefahren und müssen ehrlich sagen, es hat alles „gepasst“.
Genügend Platz um das Mobil herum, den Platz konnten wir frei wählen und auch nette „Gleichgesinnte“ um uns herum.
Wir stehen förmlich in einer deutschen Kolonie, zusammen mit Holländern, Belgiern und Luxemburgern.
Und was sehr wichtig ist, fast alle „schwätzen“ miteinander.
Außerdem gibt es ein vernünftiges WIFI, zwar nicht das schnellste, fällt auch häufig aus, ist aber völlig ausreichend, dazu noch gratis, am Platz.
So lässt sich das aushalten, auch wenn uns das Wetter leider nicht immer hold ist. Fünf Meter von uns ist ein Wasserhahn und ein Ausguss für unser Grauwasser. So brauchten wir die Entsorgungsanlage für dien Platz nicht anfahren, unser Mobil blieb mit ausgefahrenen Hubstützen, die ganze Zeit stehen.
Alle Geschäfte, von Lidl bis ALDI und viele andere Supermärkte, sowie einmal in der Woche ein Markt, sind fast fußläufig bzw. mit dem Fahrrad erreichbar. Für alle Fälle haben ja unsere Fahrräder und den Motorroller dabei.
Es gibt genügend Möglichkeiten, in der Langzeit, die Wäsche zu waschen und zu trocknen, auch das muss geplant sein.
Gaststätten, für jeden Gaumen, haben im Ort auch jetzt geöffnet.
Und was für uns ganz wichtig ist, in 400 m sind wir an einem Traum Sandstrand des Atlantiks.
So gesehen haben wir genau das Richtige für unseren Geschmack und Überwinterung gefunden.
Die ersten Radtouren haben wir schon gemacht, obwohl man hier noch nicht so richtig auf Radtourismus eingestellt ist.
Mit unserem „Oscar“ dem 125 er Suzuki Roller, habe ich schon andere Stellplätze angefahren, um Eindrücke zu sammeln.







Der Wäschetrockner war mal wieder defekt


Am Atlantik, echt traumhafter Sandstrand






Die Eremita de San Antonio de las Arenas, im Ort, diese ist den Fischern des Ortes gewidmet.


Ein Bach tut sich nach Starkregen am Mobil und daneben auf, überall Schlamm.


Leider wurden wir wieder mal von extremen Regen beglückt.
Es hat gegossen, was der Himmel nur hergeben kann.
Unser Mobil haben wir über die hydraulischen Stützen so ausgerichtet, dass die Wassermassen vom Dach nach vorne links problemlos ablaufen können.
Erlebnisse vor vielen Jahren haben gezeigt, der Wasserpass, der Dachfenster und Luken, reicht bei Starkregen nicht aus, das Wasser muss sofort schnell ablaufen können, es darf sich nicht auf dem Dach stauen.
Der Himmel im Womo blieb somit trocken.
Ein kleiner Bach tut sich direkt neben unserem Mobil auf.
Leider entwickelt sich das Wetter völlig negativ.
Regen, extrem starke Gewitter, Sturmböen und immer wieder Starkregen lässt uns meistens im Mobil verweilen.
Unsere ausgefahrene Markise mussten wir, wegen dem starkem Sturm schnell bergen, auch wenn diese dreifach an jeder Ecke mit Spezialhäringen fest verankert war.
Andere Mobile versäumten dies und büßten den Omnistor ein, jede Menge Markisenschrott.
Mit dem Roller bin ich nach Gale, vor Albufeira gefahren




Parque da Gale Motorhome Park
Ich hatte von dem neuen Reisemobilstellplatz „Parque da Gale Motorhome Park“ gehört.
Da ich neugierig bin, habe ich den Platz sofort mal mit dem Roller besucht.
Unser Mitstreiter Lilo und Norbert standen dort.
Am Eingang wurde ich regelrecht abgefangen und unter „Bewachung“ auf den Platz gelassen…..
Der Platz ist aber ehrlich gesagt, eine absolute Augenweide.
Alles ist mit viel Liebe und unter Berücksichtigung der Bedürfnisse für Reisemobillisten, gebaut.
Vom beheizten Pool mit Sonnenterrasse und Liegen, bis zum großzügigen Aufenthaltsraum, mit TV, Spieltischen, EDV Tischen mit extra Steckdosen etc., alles ist neu und sehr gepflegt.
Die Mobile haben genug Platz, um die Markise raus zu lassen.
Alle Extras kosten hier selbstverständlich extra, so dass ein guter Stellplatzpreis existiert.
Es sind ca. 40 Plätze für alle Größen für 10€ – 12€/Mobil vorhanden, WIFI und ein moderner Ver – und Entsorgungsplatz und dazu ganzjährig geöffnet.
Auch sind Duschen am Pool vorhanden. Was fehlt ist ein WC, dass hat aber jeder in seinem Mobil.
Eine Waschmaschine und einen Trockner findet man auch noch.
Der sehr gut sortierte ALDI vorher, ist knapp 300 m entfernt.
Zum Strand sind es etwa 1,6 km.
GPS: N 37.05.34 – W 08.18.42
Der Platz ist komplett geschottert, so kann kein Matsch oder Pfützen, wie auf anderen Plätzen, entstehen.
Ich kann nur betonen, ein super schöner Reisemobilstellplatz.
Der Platz war voll belegt, man muss sich vorher unbedingt anmelden. Tel: +351962553666 + 351 927 211 030
Mit dem Radel geht es zur Ermita N. Sra. de la Roca, am 13.12.2022
Quer durch Armacao de Pera ging es vom Camp aus, mit unseren Fahrrädern, durch ein Villenviertel vor der Stadt.
Das sind schon tolle Anlagen.
Vorbei an einem fünf Sterne Hotel, bis zu Spitze an der Praia da Sra da Rocha.
Eine uralte kleine Kapelle (Kulturgut) liegt hier auf dem Felsensporn, einige Hundert Meter über der brodelnden Brandung.
Die Kapelle wurde auf einem Felsen errichtet, auf dem früher eine Festung stand.
Obwohl das heutige Gebäude Ende des 15. Jh. oder Anfang des 16. Jh. erbaut wurde, weist es sehr alte bauliche Elemente auf, z. B. die achteckige Kuppel und die Vorhalle (Narthex) an der Stirnseite, die auch über eine Säule mit westgotischem Kapitell verfügt.
Im Inneren heben sich die interessante Figur Nossa Senhora com o Menino aus dem 16. Jahrhundert und der manieristische Altaraufsatz hervor.
Quelle: Wikipedia
Ein grandioser Ausblick bot sich uns. Diesen Platz werden wir noch öfter besuchen.
Da sich die Wolken immer mehr verdunkelten, zogen wir den schnellen Rückzug ins Mobil vor. Dies erwies sich als absolut richtig, es fing mal wieder an zu regnen.












Unsere heutige Radtour, am 14.12.2022 ist leider ins Wasser gefallen, es regnete mal wieder extrem.
An den Brückengeländern bei uns, findert man kleine Schlösser mit Namen und Herzen, hier sind es die unterschiedlichsten Muscheln mit Namen drauf, und Wünschen.
Radtour über Gale nach Albufeira am 17.12.2022
Es scheint endlich mal die Sonne und es ist wolkenloser Himmel.
Wir haben uns unterwegs mit Lilo und Norbert in Gale verabredet.
Es geht mit dem Radel zur Stadt Albufeira.
Die Strecke ist gut ausgeschildert und bis auf wenige Ausnahmen auch gut mit dem Fahrrad zu befahren.
Aber zuerst ging es in den Yachthafen von Albufeira.
Dort fiel mir sofort ein schöner 45 Fuß Taiwan Clipper auf, der am Steg lag.
Dieser erinnerte Petra und mich an alte Zeiten, in denen wir mit einem 47 Fuß Taiwan Clipper, in Spanien gesegelt sind.
In einer Bar, im Hafen, wurde zuerst einmal eine Liter Sangria nieder gemacht.
Dann ging es steil bergauf und dann wieder runter in die Altstadt von Albufeira.



















Albufeira ist ein sehr schön angelegter Ort und im Sommer sicherlich ein Hingucker.
Es ging zum Glück etwas ruhiger zu, außer dass sehr laute Musik aus fast jeder Gaststätte plärrte.
In einer Gaststätte kehrten wir ein, Bierdurst und Hunger.
In der Hauptgasse war die angeblich „längste Weihnachtskuchentafel der Algarve“ aufgebaut.
Um 15 Uhr sollte diese für jedermann gratis freigegeben werden, aber der Bürgermeister war noch nicht da.
So zogen wir ohne Kuchen weiter, um anschließend gemütlich zurück zu radeln.







Fahrradausflug zur „Praia Grande“, am und im Naturschutzgebiet von Gale.
Am 22.12.2022 sind wir mit dem Radel zur Praia Grande gefahren.
Uns war das Hinweisschild schon unterwegs etliche Male ins Auge gesprungen.
Über sehr holprige Wege ging es durch die Dünenwege zum Strand.
Damit die Natur des Naturschutzgebietes nicht betreten wird, sind überall breite Holzstege angelegt worden, zum Wandern gut, sind auch für Fahrräder freigegeben.
Für Ornithologen ein echtes Paradies.
An einigen Stellen hatten sich Wohnmobile im Naturschutzgebiet niedergelassen.
Die werden aber, nach Aussage eines Reisemobillisten, immer wieder beim erneuten Antreffen verjagt.
Die Polizei registriert alle Kennzeichen, es sind dann 240 € Strafe fällig.
Ein paar Tage später standen dann an der Zufahrt neue Schilder mit dem Durchfahrverbot für Camper und Reisemobile.
Am großen Parkplatz, der Praia Grande standen auch viele Reisemobile, aller Größen.
Hier ist das Stehen, von maximal 48 Stunden, angeblich erlaubt.
Das Frischwasser besorgten sich diese Leute an einem versteckt liegendem Wasserhahn.
Den Wasserhahn hatte man vermutlich vergessen im Herbst abzudrehen.
Die Gaststätte und die WC Anlage sowie die Standduschen waren alle geschlossen.
Ein Traumhafter Platz, man hörte nur die Möwen schreien, und den Atlantik rauschen.
Am Naturschutzgebiet konnte ich noch einen Eisvogel ausmachen, der sich aber nicht ablichten lassen wollte.
Nach einem ausgiebigen Sonnenbad, auf dem einzigen vorhandenen Holzbänkle, noch ein gemütliches Bier, dann ging es wieder zum Camp zurück.






Es ist der 24.12.2022 Heilig Abend.
Wir, Petra und Jochen, wünschen allen Lesern unseres Blogs, ein schönes und gesegnetes Weihnachtsfest.
Außerdem einen guten Rutsch ins Jahr 2023.
Das Wetter ist nicht so wie gewohnt zu Weihnachten. Es scheint die Sonne bei 19 Grad.
Weihnachtliche Impressionen in unserem Mobil.


Und schmecken lassen wir es uns auch!

Fahrradtour über Praia Grande in den Yachthafen von Albufeira.
Es ist der 30.12.2022
Bei Traumwetter, 22.Grad und Sonnenschein, machten wir uns mit unseren Fahrrädern auf den Weg.
Heute waren nicht so viele Menschen unterwegs.
Zwischendurch hängte sich noch ein Spanngurt der Satteltasche, von Petra, in der Kette und in der Schaltung ein.
Aber es konnte zum Glück repariert werden, die Schaltung funktionierte wieder.
Der Großparkplatz an der Praia Grande war heute von parkenden Reisemobilen geräumt.
Vermutlich hat die Polizei, GNR, mal wieder zugeschlagen.
Auch der versteckte Wasserhahn tröpfelte nur noch, er wurde abgestellt.
Eine interessante Strecke ging durch eine riesige Ferienanlage, die mit hunderten von hohen Palmen bepflanzt war.
Dann ging es mehr oder weniger parallel zur Küste, durch unendlich viele Ferienanlagen und Bungalow Siedlungen, dann sehr steil dem Berg runter, zum Yachthafen von Albufeira.
Den Berg müssen wir später wieder rauf strampeln.
Im Yachthafen haben wir uns dann ein kühles Bier und ein gutes Essen genehmigt.
Wenn man die ganzen Segelboote so liegen sieht, verfällt man wieder ins Träumen.
Vor 20-25 Jahren waren solche Häfen unsere 2. Heimat.
Ja, wir waren es und sind es immer noch, leidenschaftliche Hochseesegler.
Wenn uns die Lust dazu zu arg plagt, dann wird irgendwo ein Segelschiff gechartert. Alle Lizenzen dazu sind ja vorhanden.
Aber seit 22 Jahren sind wir mit unserer „Landyacht“ unterwegs.
Nach einigen Stunden ging es auf den Rückweg zum Camp.


Liebe Freunde und Leser unseres Blogs,
heute, am 31.12.2022, wollen wir uns von einem ereignisreichem, leider nicht immer positiven Jahr, 2022, verabschieden.
Nun wünschen wir Euch für 2023, dass viele Sorgen und auch aufgestauter Kummer und Frust in den Hintergrund gedrängt wird.
Packen wir Alle das neue Jahr positiv an.
Wir wünschen Euch Allen ein frohes neues Jahr,
den Reisemobillisten immer einen freien Stellplatz und bleibt gesund!
Petra und Jochen.

Was uns an Silvester aufgefallen ist, es gab vorher keinerlei „Knallerei“, es war richtig ruhig.
Bei Lidl und auch bei Aldi bzw. in anderen Geschäften gab es ab 29.12 keinerlei Feuerwerk zu kaufen.
Um Mitternacht gab es dann nur an konzentrierten Punkten ein richtiges Profi Feuerwerk. Nach 15 Minuten war alles wieder ruhig.
Uns wurde ein paar Tage später gesagt, privates Feuerwerk ist in Portugal streng verboten.
Das sollte man auch in Deutschland nach den letzten Vorkommnissen einführen!
Aber bei uns wird ja leider nur geschwätzt und analysiert.
Fahrt mit dem Radel zum „Algarve Camping Car Park“, einem neuen Reisemobil Stellplatz.


Dieser Platz wurde uns schon unterwegs als „Geheimtipp“ regelrecht angepriesen. Der Platz wird von zwei Französinnen geführt.
Nun waren wir neugierig und sind mit dem Fahrrad dort hinauf gefahren, einige km außerhalb von Armacao de Pera.
Ein Roller, oder Fahrräder zum Einkaufen, sind auf diesem Platz unabdingbar.
Steil ging es den Berg rauf, eine sehr schlechte Schotterstraße, die bei Regen sicherlich schwer passierbar ist, ist vorhanden. Müll liegt an der Zufahrt rum.
Dann, am Platz angekommen, der erste Eindruck war völlig ernüchternd.
Schlechter Sand/Schotterpatz, es sah größtenteils aus, wie: „bei Hempels unter dem Sofa“. Ein “naturbelassener“ Platz.
Nun, das war unserer persönlicher Eindruck.
In der oberen Reihe müssen die Stromkabel durch Schotter verlegt werden, dort sind keine Stromsäulen. Das Resultat, nach einigen Überfahrten mit schweren Mobilen, ist klar.
Es stank außerdem stark nach Fäkalien.
Am Stellpatz vorhanden sind:
Spielplatz, Ver – und Entsorgungsplatz in guter Ausführung, Strom mit 6 A oder 10 A, zwei Boule Plätze, WC und Duschen.
Es gibt keine Möglichkeit Lebensmittel oder Trinkwasser in 5 – 7 L Gefäßen am Platz zu erwerben.
So machten wir uns wieder davon, dieser Platz wäre nichts für uns.
Spätere Recherchen im Internet, ergaben teils extrem negative Bewertungen des Stellplatzes.
Es ist ein Stellplatz für Liebhaber „naturbelassener Unterbringung“.





Fahrradtour zur Praia Nova
Die Sonne scheint, so haben wir uns entschieden, zur Praia Nova, mit dem Fahrrad zu fahren.
An der alten Kapelle endete wieder der Fahrradweg, es ging zu Fuß am Rande der Klippen weiter.
Ein fast neues Geländer schützte den Wanderer vor einem Absturz, einige hundert Meter in die Tiefe.
Der Blick in den Atlantik und in die Bucht war grandios.
Leider fehlten ein paar Bänke, damit sich der „müde Wanderer“ etwas entspannen kann, bzw. den tollen Ausblick genießen kann.
Nach einiger Zeit ging es dann wieder zurück zur kleinen Kapelle.
Dort entdeckten wir dann noch einen Gecko an der Wand der Kapelle.
Der genoss so richtig den Sonnenschein.
Danach radelten wir wieder durch die Villenviertel, Hotelanlagen, weiter durch die Altstadt von Armacao de Pera, zurück zum Camp.
Hier gab es gerade ein Boule Tournier, der Holländischen Camper.
Diese finden fast jeden Tag statt, genau nach Regeln.








Fahrradausflug zur Knochenkapelle in Alcantarilha
Nach 15 Minuten Fahrt mit dem Radel, standen wir vor der Ortskirche.
Leider war diese verschlossen. Aber ein Schild zeigte uns den Weg in die „Gruselkammer“.
In Portugal gibt es mehrere dieser Knochenkapellen.
Eine davon ist, nur wenige Kilometer vom Armacao de Pera entfernt und befindet sich im hinteren Teil einer Kirche, im kleinen Dorf Alcantarilha.
Auf einer Tafel konnten wir nachlesen, warum und weshalb die Kirche entstand;
Die Capela dos Ossos, Kapelle der Knochen, entstand, als eine Kirche und ihr Friedhof im 16. Jahrhundert, aus unbekanntem Grund gestört oder verlegt wurde.
Anstatt die Toten umzubetten, wurde damals entschieden, eine Kammer, mit den ausgegrabenen Knochen, im Inneren der neuen Kirche, zu errichten.
Die Knochenkapelle in Alcantarilha liegt versteckt im hinteren Teil der Kirche.
Sie ist eine dunkle Kammer, mit einem eigenen Eingang, der so klein ist, dass man leicht daran vorbeilaufen könnte.
Wenn man sich jedoch ins Innere der Kammer an der Kapelle aus dem 16. Jahrhundert wagt, findet man die Überreste von über 5.000 Skeletten, die in die Wände, den Altar und sogar in die Decke des Raumes eingearbeitet wurden.
Was dieses besondere Beispiel so einzigartig macht, ist die Tatsache, dass diese Kammer so klein ist, dass man sie, einmal betreten, ganz für sich allein hat – ein intimes, wenn auch etwa düsteres und gruseliges Erlebnis!
Etwas ruhiger geworden, radelten wir wieder zurück zum Camp, immer daran denkend, wie Endlich doch alles ist.
Ein Spruch aus einer anderen Knochenkirche lautet:
Wir, die Knochen die hier liegen, warten auf Eure






Das fast tägliche Boule Tournier fand wieder statt, heute aber mit Livemusik, ein Alleinunterhalter mit „Quetschkommode“.
Der Boule Platz auf dem Camp:
So einen Platz hat der Camp leider nicht aufzuweisen.
Aber die „Camper/Reisemobillisten“ überwiegend die Holläner, sind ja flexibel und erfinderisch.
So wurde der Durchfahrtsweg kurzerhand gesperrt.
Ein Boule Feld mit 5 Bahnen wurde angelegt, indem feste Seile über den Weg gezogen wurden, die bei Nichtbetrieb überfahren werden können.
Die Seile liegen jetzt schon einige Wochen auf dem Weg.
Der Weg wird jeden Tag sauber geharkt, alle Löcher und Spurrinnen jedes Mal ausgeglichen und eigeebnet.
Dann geht es los, stundenlang.

Es ist so um den 20.01.2023
Siska und Uli sind eingetroffen.
Sie haben uns beim letzten Niesmann & Bischof Eigner Treffen, dem NEBC, diesen Campingplatz empfohlen.
Auch sie hatten eine lange Anfahrt über viele Etappen hinter sich.
Wir hatten uns von Anfang an so breit gestellt, dass jetzt ein Stellplatz neben uns für sie passte.


Radtour zur alten Kapelle und zur Steilküste mit Siska und Uli




Es wird mit dem Multimixer gekocht



Heute ist Kochstunde mit dem Multimixer. Petra war von dieser Technik ganz angetan.
Dazu hat auch alles bestens anschließend geschmeckt.
Wie man auf vielen Bildern leicht erkennen kann, Essen und Trinken, das wurde nicht abgelehnt.

Am Mittwoch ging es in die Gaststätte des Camps, ein Alleinunterhalter spielte auf seiner Gitarre gute spanische und portugiesische Musik.
Dazu gab es, für jeden von uns, ein Steak auf heißer Steinplatte, das für je 15€.
Es war sehr gutes Fleisch und schmeckte vorzüglich.



Es ist Freitag, wir radeln durch das Naturschutzgebiet, eine ehemalige Saline, nach Albufeira.
Nach einem Rundgang durch die Altstadt, mit schönen alten Gassen, ging es nach einer kurzen „Bierpause“ zum Yachthafen, der Magen brummte.
Nach einem ausgiebigen Essen machten wir uns wieder auf den Heimweg.
Unterwegs, an der stärksten Steigung, machte der Motor meines Flyers schlapp.
Strampeln wie in alten Zeiten war notwendig. Die Stufe „HIGH“ war ausgefallen.
Wie ich später aus dem Netz erfahren habe, ist vermutlich die Motorsteuerung defekt.
Mal sehen was noch kommt.
Bilder von Siska und Uli















Es ist der 31.01.2023, heute müssen wir leider wieder abreisen.
Das Mobil ist wieder voll aufgerödelt. Alles wieder in den Kisten, der Roller in der Garage und die Räder auf der Anhängerkupplung.

Nach 60 Tagen, in Armacao de Pera, müssen wir uns schweren Herzens vom Camp verabschieden.
Es war sehr schön hier und wird sicherlich, wenn wir gesund bleiben, wiederholt.
Doch vorher muss ich noch ein paar Anmerkungen zu diesem Platz schreiben.
Das etwas ungeordnete Stehen auf dem Gelände, hat alles etwas „bunter“ gemacht.
Auf Reisemobil – Stellplätzen steht man Tür an Tür, hier konnte man sich richtig breit machen, hatte Platz um sich rum.
Leider sind die Sanitäranlagen des Platzes steinalt, aber absolut sauber.
Es ist eine „Freiluftanlage“ ohne jegliche Heizung in den Sanitärräumen, und kein Warmwasser an den Waschbecken.
Aber was solls, wir haben ja alles im Mobil.
Beim Strom wurden wir alle „betuppt“.
Wir hatten 6A gebucht, andere 10A.
Da aber der Kühlschrank immer in der Nacht anfing zu tickern, habe ich einfach mal die Netzspannung nachgemessen.
Es lagen teilweise nur 182 Volt anstatt 230 Volt, bei knapp 4A am Mobil an. Also mussten wir Kühlschrank dann wieder mit Gas betreiben.
Von den Nachbarn konnte ich erfahren, sie wollten kleine Heizlüfter betreiben, die aber kaum heizten.
Jetzt war alles klar, der Leitungsquerschnitt, zu den Verteilerkästen, war für Zeltler aber nicht für Reisemobile mit entsprechenden Heizungen ausgelegt.
Wir mussten leider heizen, denn in der Nacht hatten wir teilweise nur 4 Grad.
So kalt sei es noch nie an der Algarve gewesen (die Klimaerwärmung)
Um 10 Uhr haben wir dann unsere Zeche von 900 € bezahlt.
Dann ging es an der Algarve auf der N125 entlang, bis zur mautfreien Autobahn, Richtung Spanien. Wir fuhren dann um Huelva außen rum, da die anderen Straßen in einem sehr schlechten Zustand sind, um nach Palos de la Frontera – La Rabida zu gelangen.
Hier ist das Museum, Muelle de las Carabelas, das ist die Ausstellungshalle und drei nachgebaute Schiffe, zur Erinnerung an Columbus‘ Reise 1492
Es wird die Kunst des Schiffbaus der damaligen Zeit gezeigt.
Ein riesiger Parkplatz und eine Eventarena sind hier vorhanden.
Das Museum und das Kloster , Monasterio de la Rábida, aus dem 15. Jh. , wollen wir morgen besuchen.
Hier erhielt Christoph Columbus wesentliche geistliche Unterstützung, bevor er aufbrach, um den Atlantik zu überqueren.
Wir sind wieder in Spanien





Auf dem Museumsparkplatz ist der hintere Teil für Mobile zugelassen, kein Verbot. Geeignet auch für Dickschiffe.
Verhältnismäßige ruhige Lage , viele kleiner Bäume.
Je nach Windrichtung hört man Schiffsmotoren vom Hafen, oder das leichte Brummen vom Kraftwerk.
Kein Service vorhanden.
GPS: W 37.12.39 – W 06.55.32
Abendliche Impressionen am Museum Muelle de las Carabelas







Unser nächtes Ziel ist der Reisemobilstellplatz von Sevilla


Der Reisemobilstellplatz von Sevilla.
GPS: N 37.21.48 – W 05.59.38.
VE Platz, Waschmaschine , Trockner, Sanitäranlagen im Verwaltungsgebäude.
Ene Sammeltankentleerung ist problematisch.
14€/Tag, Strom 4€, der fällt aber häufiger aus, deshalb ist es ratsam den Kühlschrank weiter auf Gas zu betreiben.
WIFI wird gratis angeboten, funktioniert aber nur an der Rezeption.
Der Platz ist ein Asphaltplatz, man steht sehr eng beieinander, Nachts taghell beleuchtet.
Es ist eine Frechheit, was die reiche Stadt Sevilla uns Reisemobil Touristen anbietet. Im Industriegebiet gelegen, auf einem Autoverschiebeplatz, mit starkem Verkehr und tagsüber doch sehr laut, daneben eine Raffinerie, es riecht nach Diesel und Benzin.
Der Fußweg vom Platz läuft durch vergammelte Straßen und Wege, an denen rechts und links alles mit Müll übersäht ist.
Kurze und direkte Wege zur Innenstadt sind mit Abzäunungen verrammelt.
Wegweiser zur Innenstadt findet man leider nicht.




Es ist der 3.2.2023, wir wandern vom Stellplatz in die Innenstadt von Sevilla. Es sind nur ca. 3,5 km bis zur Kathedrale.
Vor der Kathedrale hielten Straßenbahnen, aber es gab keine sichtbaren Oberleitungen.
Wie wir sehen konnten, ist an jedem Haltepunkt der Straßenbahnen ein Lademöglichkeit von oben vorhanden. So können die Bahnen, im Akkubetrieb, durch die Innenstadt fahren, ohne dass durch Oberleitungen „Elektrosmog“ entsteht.
Da ist man Deutschland auch schon wieder um Jahrzehnte voraus!
Dann kamen wir in die Kathedrale, mussten, wie üblich im Süden, als „Pensionär“ nur den halben Eintritt bezahlen.
So ein imposantes Gebäude habe wir noch nie gesehen.
Wir haben viele Bilder gemacht, denn das alles zu beschreiben, würde den Blog sprengen.
Der Prunk, die, ich würde sagen, die Tonnen verarbeitetes Silber, die Pracht und die Goldfiguren und Monstranzen, absolut irre, was da die Kirche so alles in Jahrhunderten an Werten zusammen getragen, bzw. geraubt hat.
Und dann standen wir vor dem Grab von Kolumbus
Nach zwei Stunden Rundgang, bekamen wir Hunger und verzogen uns in Richtung Altstadt.
Hier sind Gaststätte an Gaststätte angesiedelt, die Auswahl ist schon schwierig.
Nach einem obligatorischem Bier, dazu noch einem guten Essen, ging es durch die Gassen der Altstadt weiter.
Da wir etwas vom Wege abkamen, sind wir dann quer durch die Innenstadt zum Guadalquivir, dem Fluss, der Sevilla mitten durchläuft, gegangen.











Das Grab von Christoph Kolumbus





Es geht in die Innen – und Altstadt von Sevilla










Placa del Torros – die Stierkampfarena von Sevilla
Es geht von Sevilla zum privaten Reisemobil – Stellplatz Galeon, in Los Caños de Meca

Der Stellplatz Los Canos de Meca liegt in Sichtweite des Leuchtturms von Trafalgar.
Dort fand die große Seeschlacht am 21.10.1805 statt.
Einziges Merkmal noch ist heute der Leuchtturm, der die vorgelagerten Riffe und Untiefen anzeigt.
Von Sevilla sind wir dann um 9 Uhr abgefahren. Haben dann noch LPG und Diesel getankt und sind dann zum Ort Barbate -Los Caños de Meca durchgefahren.
Leere Autobahnen und Straßen gab es, es war Sonntag.
Der Stellplatz hier wird noch als „Geheimtipp“ gehandelt.
So ist es auch, schön aufgeräumt und ruhig gelegen.
Wir bekamen einen guten Stellplatz. Der Platz füllte sich dann immer mehr.
Der Ort gibt momentan nicht viel her, fast alles ist geschlossen.
Nur ganz wenige Gaststätten haben am Sonntag geöffnet.
Wir haben diverse Radtouren gemacht, die Tour nach Barbate haben wir aber abgebrochen, viel zu steile Straße, dann fahren im Schotterstreifen und extrem viel LKW Verkehr. Nichts für Radfahrer.
Dafür sind wir heute , am 07.02.2023 zum Leuchtturm „Faro de Trafalgar“ geradelt und mussten die letzten km durch den Sand stapfen, da die Straße von Sand zugeweht und nicht freigeräumt war.
Hier haben die Franzosen Spanier gegen die Engländer auf See gekämpft. Bei der Brandung konnte man, mit viel Phantasie, noch das Donnern der alten Kanonen auf See erahnen.
Ein grandioser Ausblick, zum Einen in Richtung Atlantik, bei dem sehr viele große Schiffe erkennbar waren, zum Andern in Richtung der Straße von Gibraltar.
Leider ändert sich das Wetter, so dass mit Sturm und Regen gerechnet werden muss.








Der Wohnmobilstellplatz Galeon.
Er kostet 12 € für 24 Stunden, 4€ Strom 4A
Dusche 1 € für 5 Minuten, eine sehr saubere Anlage
GPS : N 36.11.31 – W 06.01.17
60 Plätze, alle geschottert, der Platz ist in der Nacht total ruhig und dezent, nicht störend, beleuchtet.
An jedem Platz gibt es Strom, 230 Volt, 4A über normale Schuko Steckdose.
Es handelt sich um einen sehr sauberen Stellplatz, mit absolut Allem, was man braucht.
Es gibt Brötchenservice und Miniladen in der Rezeption.
Einziger kleiner Mangel, das kann man auch im Internet bei Bewertungen nachlesen, sind die frei laufenden Hunde, das ist auf diesem Platz hier erlaubt.
Ich selber freue mich über jede „Fellnase“ die mich im oder am Mobil besucht, wir haben immer Leckerli dabei.
Doch nicht jeder Reisemobillist mag Hunde.
Aber manche Hundehalter kümmern sich halt nicht um die Hinterlassenschaften seines Vierbeiners.
Das ist eigentlich schade, denn im Allgemeinen sind die von mir angetroffenen Hunde alle top erzogen. Das liegt aber nicht an den Hunden selber, sondern deren Haltern.
Aber diesen Reisemobilstellplatz, in seiner Konzeption, kann man nur weiter empfehlen, ein ehrlicher Top Platz.

Am Sonntag hatte nur eine Gaststätte in der Nähe auf, wir tanken ein Bier. Die angebotenen Oliven schmeckten prima…..


Wir wollten mit dem Fahrrad nach Barbate, haben dann aber abgebrochen.



Über die grüne „Fahrradautobahn“ kann man in die nächsten Dörfer fahren, es ist fast eben.
Leider geht das nicht so nach Barbate zum Hafen.
Es geht zum Faro de Trafalgar, dem Leuchtturm, der in der Nacht leuchtet.






Irgendwo da draußen fand die Seeschlacht 1805 statt



Am Leuchtturm war die Kopie eines Walkopfes ausgestellt, schon ein riesiger Schädel

Ab 08.02 ist „Schietwetter“ angesagt, Regen und erheblicher Sturm.
Also bleibt die SAT-Schüssel unten.
Ich denke, wir verlängern hier um 2 Tage, bis das Wetter besser wird.
Heute am 08.02.2023 waren wir nochmals am Strand.
Da liegt ein kleines Boot, halbwegs hochgezogen am Strand, dass Vorgestern noch nicht da war.
Wir schauten uns den Kahn genauer an, und konnten erkennen, der ist zwar alt, wurde aber vor kurzer Zeit umgebaut, etwas verstärkt und stabilisiert.
Es war eine Marokkanische Aufschrift am Bug vorhanden die sagte, hierbei handelt es sich um ein Boot aus Marokko, vermutlich ein Flüchtlingsboot.
Da die See die letzten Tage extrem ruhig in der Nacht war, es war dazu auch noch Vollmond, sind vermutlich Flüchtlinge mit der Nussschale von Afrika nach Spanien übergesetzt.
Die Flut hat dann den Kahn schnell mit Sand gefüllt.


Wir fahren weiter in Richtung Gibraltar

Weiterfahrt am 10.02.2023 nach La Linea
Eben habe ich in La Linea – Marina angefragt, müssen wir einen Reisemobilstellplatz reservieren?
Die Antwort kam sofort, nicht erforderlich, es sind genügend Plätze vorhanden.
So ist unser nächstes Ziel die Marina Alcaidesa von La Linea, gegenüber dem Felsen von Gibraltar.
Hier gibt es ca. 150 Stellplätze für Mobile aller Größen. Nach einer extremen Sturmfahrt, wir wurden auf der Straße regelrecht von rechts nach links gewedelt, haben wir erst einmal in Tarifa, den Lidl angefahren.
Der LIDL liegt sehr günstig, und ein Übernachtungsparkplatz für mindestens 20 Mobile aller Größen, gratis, ist auch nebenan vorhanden.
GPS: N 36.01.13 – N 05.35.59
Nachdem alle Einkäufe erledigt waren, ging es an Algeciras vorbei durch mindestens 20 Kreisverkehre zum Yachthafen Marina Alcaidesa in La Linea.
Eine Moderne Kennzeichenerfassung hat unser Kennzeichen ausgelesen, die Schranke ging nach Knopfdruck sogar auf. Dann rollten wir auf den Stellplatz, teilweise direkt neben den Segel – und Motoryachten.
Ein weiteres Gelände war geöffnet, so dass am Abend mindestens 60-70 Mobile hier standen.
Dann begann das große Umsetzen der Mobile, mit der Nase in den Wind, denn der Sturm drehte bis fast Windstärke 8 auf.
Nur einer wagte es, die SAT – Schüssel hoch zu fahren, die dann später abgeknickt auf dem WOMO Dach lag, selbst schuld.
Eine sehr stürmische Nacht sollte folgen.
Impressionen aus Gibraltar





Unser Fußweg führte uns zuerst zur Grenzkontrolle und dann über die Start – und Landebahn des Internationalen Flughafens von Gibraltar.



Am 11.2 ging es dann zu Fuß nach Gibraltar rein.
Aber zuvor kam die Ausweiskontrolle, denn wir verlassen ja die EU.
Es ging dann auf der „Mainstreet“ entlang, durch die Innenstadt.
Vieles erkannten wir, auch nach Jahrzehnten, wieder.
Anfang der 70 iger Jahre waren wir häufig, mit dem Segelboot, hier in Gibraltar, denn hier war alles zollfrei und der Diesel kostete damals etwas über 10 Pfennige der Liter, dass beim Tanken von 1.000 Litern schon was ausmachte.
Von Land her war Gibraltar damals völlig abgeriegelt, Spanien und England hatten damals mal wieder Stress miteinander.
Zu den Affen wollten wir diesmal nicht mehr, die haben in vorherigen Jahren schon genug Erdnüsse von uns bekommen, ja wir kennen den „Rock“ sehr genau.
Das gesamte Gelände von Gibraltar ist nur 7 km² groß, hat aber ca. 72 km Straßen. Damit sind alle Tunnels und Militärwege mitgerechnet.
Uns kam dann noch streng marschierend eine kleine „Truppe“ mit Trommeln, sehr ernst blickend, entgegen.




Die Innenstadt war, da es Samstag ist, sehr gut gefüllt. GBZ ist eine riesige Shoppingmeile, vor allen Dingen für Alkoholika, Schmuck und Uhren sowie Elektronik geworden.
Über den alten-neuen Yachthafen ging es später zurück in die EU und zu unserem Mobil.
Aber nicht, ohne vorher noch eine Dorade und ein Bier verputzt zu haben.
Danach war Wäsche waschen angesagt, denn es war nur eine Maschine belegt.
Neben uns grollt es laufend, denn es starteten immer wieder irgendwelche Flugzeuge, oder landeten, denn der Wind hat extrem nachgelassen.
Der Reisemobilstellplatz von La Linea:
GPS: N 36.09.20 – W 05.21.16
Einfach auf die Schranke zufahren und kurz halten. Das Kennzeichen wird eingelesen.
Dann auf den Knopf drücken und eine Karte mit Barcode kommt raus. Schranke geht auf. In das riesige Gelände einfahren und einen freien Platz suchen.
Es gibt einen blöd angelegte Ver – und Entsorgungsplatz, WC Entsorgung und Bodeneinlass.
Eine Sammeltankentleerung konnte ich am Boden nicht erkennen, es gibt keine, man brauct einen Schlauch.
Der einzige Frischwasserhahn befindet sich direkt neben der Fäkalentsorgung, eine riesen Sauerei seitens des Betreibers!!
Der Platz ist ausreichend für Fahrzeuge bis 12 m Länge.
Waschmaschinen und Trockner sind vorhanden, sowie zwei WC´s.
Der Platz ist teilweise beleuchtet und einigermaßen ruhig, gelegentlich landet in ca. 1000 m ein Flugzeug.
Am Ende des Platzes ist eine gute Gaststätte vorhanden.




Unser Zweiter Besuchstag in Gibraltar.
Heute sind wir nochmals nach Gibraltar rein gelaufen.
Da es Sonntagvormittag war, waren die Straßen ziemlich leer, fast alle Geschäfte hatten geschlossen.
Keine Menschenmassen mehr in der Mainstreet.
Unser Ziel diesmal war die 100 Tonnen Armstrong Kanone.


Bei der 100-Tonnen-Kanone handelt es sich um ein massives Vorderlader Geschütz, das von der Elswick Ordance Company entwickelt wurde.
Zum Schießen benötigte man je Schuss ca. 250 kg Schwarzpulver.
Die Kanone verschoss Geschosse mit einem Durchmesser von 450mm und wurde im Jahre 1883 auf Gibraltar zu Verteidigungszwecken aufgestellt und auf See gerichtet.
Als Pensionär mussten wir keinen Museumseintritt bezahlen.
Das Museum mit der Kanone war schon sehr interessant
Vor einem Schuss musste die Dampfanlage, zum Antrieb, unter Druck gesetzt werden. Bis der erste Schuss abgegeben werden konnte, dauerte es ca. 3,5 Stunden.
Von zu Schuss zu Schuss dauerte die Prozedur dann ca. 5 Minuten.
Zur Aufmunitionierung waren 18 Soldaten notwendig, der feste Stamm bestand aus 35 Soldaten.
Die Kanone wurde ab dem Jahre 1906 außer Dienst gestellt.
Nach so viel Militär ging es dann wieder über die Mainstreet, über die Start – und Landebahn, zum Womo zurück.






Weiterfahrt am 13.02.2023.
Von La Linea ging es dann weiter nach Alhaurin de La Torre.
Über Estepona, am Puerto Banus vorbei, an Marbella, Feuengirola und Torromolinos weiter nach Alhaurin de La Torre.
Ich kenne die Costa del Sol seit 1965 und war völlig erschrocken was man mittlerweile aus diesem damals wunderschönen Landstrich gemacht hat.
Jeder bebaubare m² ist zugemauert. Es sieht fürchterlich aus.
Ein grausames Immobilienobjekt neben dem Anderen.
Nein, dass kann nicht mehr mein damals so geliebter Landstrich sein.
In Alhaurin de la Torre fanden wir einen brauchbaren Übernachtungsplatz.
Anschließend ging es zu Fuß den Berg rauf, Petras Schwägerin Roswit besuchen.

Der Stellplatz in Alhaurin de la Torre
GPS: N 36.39.59 – W 04.33.38
Ca. 10 Plätze bis 10m, kein Service, Übernachten geduldet, gratis


Fahrt nach Almuneca
Am 12.02.2023 sind wir wieder auf Achse, unser Ziel ist der Stellplatz vor Malaga.
Aber an der Einfahrt war schon das Schild sichtbar, voll ausgebucht.
So ging es dann auf dem direkten Weg nach Almuneca.
Hier haben wir uns mit meinem alten Freund Jupp, Josef verabredet.
Wir parkten zuerst an der Strandallee, obwohl für Mobile verboten.
Jupp zeigte mir dann den Weg zum neuen Reisemobilstellplatz.
AL Club Almuneca.
Leider ist die Zufahrt extrem steil, aber mit ausgeschalteter Automatik und im 1. Gang schafften wir es auf den schön gelegenen Platz.
Ein sehr netter Betreiber wies uns sofort einen guten Stellplatz zu.
Der Platz besitzt alles, was man benötigt, dazu Waschmaschine, Strom, Trockner und einen Sanitärkontainer.

Almuneca, ist eine typische Ferien – Appartement Ortschaft, mit extremen hässlichen Häuserblöcken.
Dazu noch einen Kies und Steinstrand, nichts Besonderes!
Hier länger zu verweilen ergibt keinen Sinn, 2 Tage reichen.


Der Reisemobilstellplatz von Almuneca
28 Plätze, eben, Schotter, bis maximal 9 m
GPS: N 36.44.22 – W 03.40.14, 15€/Tag, 2 x Ver – und Entsorgung
Strom 10 A – 4€
WIFI Code 1A2B3C4D
Dusche, WC, D+H, sehr einfach, gratis
+34665123541
Sehr steile Zufahrt, nur im 1. Gang befahrbar.


Josef und ich kennen uns seit 1965 und haben so einiges miteinander „ausgeheckt“….




Besuch auf der Finca von Jupp, einer Avocado Plantage.

Heute am 15.02, sind wir dann von Jupp abgeholt worden. Er zeigte uns seine im Bau befindliche Finca für Avocados, im Hinterland in den Bergen.
Eine abenteuerliche, sehr steile Bergfahrt folgte bis zu seinem Anwesen.
Ca. 300 Avocado Bäume hat er auf dem Gelände.
Er hat einen traumhaften Ausblick, durch die Berge zum Mittelmeer.
Dann ging es wieder die Extremstrecke durch Almuneca zurück zum Mobil.
Es muss aufgerödelt werden, denn Morgen geht es über Granada weiter.
Es geht weiter nach Guadix.
Es ist der 16.02.2023.
Nachdem wir den Stellplatz in Almuneca verlassen haben, steil bergab, ging es wieder steil bergauf, nur im 1, Gang zur N 340.
Nach wenigen km und etlichen Kreisverkehren dann auf die Autobahn Richtung Granada.

Granada haben wir diesmal nicht auf dem Schirm gehabt, denn wir waren mindestens schon vier Mal dort.
Weiter ging es über die Autobahn nach Lopera, einer Crameria mit Produkten der Region.
Die gibt es schon seit den 60 iger Jahren.
Kruscht, Krempel, und Honig aus der Region.
Hier kaufen wir jedes Mal, wenn wir dran vorbei kommen, unsere Tonsparschweine und tollen Honig.
Nach 9 km ist dann das Etappenziel, der Stellplatz von Guadix, erreicht.
Es ist ein riesiger Parkplatz, der für Mobile freigegeben ist.
Dann ging es in die Altstadt von Guadix, zuerst in die Kathedrale, dann um die Altstadt herum, um am Römischen Theater anzukommen.
Guardix hatten wir noch nie auf dem Schirm, die Stadt ist aber absolut sehenswert.
So eine interessante Innenstadt, schnuckelige Gassen, ein Arkadenplatz mit Gaststätten, hier passt mal wieder alles.
An der Alcazaba, einer Festung, sahen wir eine Baustelle einer Höhlenwohnung, die unter die Burg führte.
Ich quatschte einen Bauarbeiter an, ob wir Tourist dort mal rein schauen dürfen.
Klar war die Antwort. So konnten wir eine, der in dieser Gegend üblichen Höhlen Wohnungen, die gerade restauriert wurde, besichtigen.
Viele Gänge, Nischen und viele Zimmer, die einfach in den Berg hinein gehauen waren, konnten wir betreten.
Guadix ist das Zentrum, der in den Tuf – Felsen gehauenen Höhlen – Wohnungen.
Die sind hier zum Wohnen extrem begehrt, da diese das ganze Jahr eine gleichbleibende Temperatur aufweisen.
Nach der Besichtigung sahen wir uns noch die Römische Ausgrabung an, dann ging es zurück zum Womo.










Im Hintergrund kann man die Höhlenwohnungen erkennen.
Einige können besichtigt werden.
Die alte maurische Festungsanlage wird gerade aufwändig restauriert



Im Altstadtbereich gibt es viele enge Gassen und Straßen


Her wird gerade ein römisches Thater freigelegt



Der Reisemobilstellplatz von Guadix
GPS: N 37.18.14 – W 03.08.01
Er ist gratis und hat mehr als 30 Plätze. Der Platz ist geschottert und asphaltiert, teilweise beleuchtet.
An der Einfahrt befindet sich die einfachste Entsorgungsanlage, Bodeneinlass (Deckel anheben und rein damit)
Der Wasserhahn hat nur einen Druckknopf, man braucht den Wasserdieb.
Achtung, am Samstag ist Markttag, da ist der Platz von 7 Uhr bis 17 Uhr gesperrt.




Jetzt ging es weiter, von Guardix nach Puerto Lumbreras.
Leider ist die Ver – und Entsorgung in Guardix nicht für Mobile über 7 m geeignet, man würde die Straße blockieren.
Aber uns war aus alten Zeiten, die Serviceanlage an der Autobahn A 7, in Venta de Peral, bekannt.
Dort kann man Diesel tanken, was wir auch machten und sehr gut Entsorgen und Frischwasser nachfüllen, gratis.
GPS: N 37.33.15 – W 02.36.21
Am Platz gibt es auch ein gutes Restaurant.

Stellplatz Puerto Lumberas, eine Neuanlage.
GPS: N37.34.25 – W 01.47.50
Hier sind zwischen 6 bis 10 Plätzen bis maximal 9 m vorhanden.
Eine Stromsäule, 4 Steckdosen mit „gratis Strom“ und ein VE – Platz ist vorhanden.
Alles ist neu, schön blau bemalt, aber viel zu klein angelegt.
Die Akustik ist nicht besonders, aber alles gratis.
Gegenüber ist ein Einkaufzentrum Mercadona.
Der Platz liegt verkehrsgünstig an der Autobahn, ist demensprechend unruhig!
Das Gelände befindet sich gerade noch im „Umbruch“.



Es geht weiter, zur Finca Caravana, einem Geheimtipp

Fritz, der Besitzer der Finca Caravana, empfing uns gleich an der Schranke und nach einem herzlichen „Grüß Gott“ hat er uns einen passenden Platz zugewiesen.
Dieser Reisemobilstellplatz ist nichts für „Wohnmobillistische Weicheier“ !!.
Kein Strom , kein Wasser, keine Duschen und WC, nur eine einfache Entsorgung ohne Nachspülen ist möglich.
Alle notwendigen Einkäufe müssen vorher erledigt werden, hier gibt es nichts zu kaufen.
Fritz hat gekocht : Am Abend dann das übliche Paella Essen, was vorzüglich geschmeckt hat. Anschließend gemütliches Zusammenhocken am Lagerfeuer, der Rotwein hat gut geschmeckt.
An nächsten Abend gab es Tajine, auch dieses Marokkanische Essen von Friz nach „Geheimrezept“ zubereitet, einfach ein Genuss.
Die Absolute Ruhe hier draußen, und dann in der Nacht ein Fremdlichtfreier Sternenhimmel, einfach nur spitze.
Reisemobilstellplatz Finca Caravana
GPS: N 38.42.51 – W 01.07.13
30 großzügige Stellplätze für alle Fahrzeuggrößen, für 8€
Eine Anmeldung ist dringend erforderlich, Tel. +34 644 462 159
Nur Entsorgung ist möglich.
Die Absolute Ruhe in der Natur. Hier steht man sehr abgeschieden.
Achtung,
bei der Anfahrt von Norden, von Caudete her, können gelegentlich „Wegelagerer“ auftreten, die ein angebliches Rammen ihres Fahrzeuges und das Abreißen eines Spiegels angeben. Es wird dabei vorher laut an das Mobil geklopft, und ein abgerissener Fahrzeugspiegel gezeigt. Entweder einfach weiterfahren, oder fotografieren und mit der Polizei drohen, dann verschwinden diese wieder im Nichts.










Und weiter geht es, diesmal zur Bodega 2020. Diese wurde uns auch als „Geheimtipp“ genannt.
Es sind nur 100 km auf der Autobahn. Dann geht es durch unendliche Mandarinenplantagen und Weinanbaugebiete zum Weingut.


Die Einfahrt haben wir glatt verpeilt, da diese sehr eng ist und das Schild haben wir übersehen.
Aber wir haben den Platz doch gefunden.
Ein kurzer Anruf beim Besitzer, da sagte man uns, wir haben Glück, ein Platz ist noch frei, denn es sind nur 5 vorhanden
Wir wurden von Joeri äußerst freudig auf Deutsch empfangen.
Kurz angemeldet und dann auch noch alles für die Weinprobe und Essen veranlasst.
Ja hier gibt es heute Abend eine Weinprobe mit Tapas – Essen, und ich denke, genügend Wein…..
Stellplatz Bodega 2020
GPS: N 39.13.22 – W 0.27.09
Ein kleiner schmaler Weg führt zum Platz.
Der Stellplatz hat eine Ver – und Entsorgung, WC und eine Dusche.
Anmeldung vorher und Reservierung ist dringend erforderlich. – +34652438229
Es gibt hier frisches Wasser aus eigenem Tiefbrunnen (70m) ohne Chlor. Es lohnt sich also die alte Chlorbrühe aus dem Frischwassertank zu entsorgen, um hier sauberes Wasser zu bunkern.



Unser Nachbar aus der Schweiz packte sein Alphorn aus und machte für uns Musik auf dem Platz.
Alpenländische Klänge bei Valencia ….


Dann, am Abend, folgte eine ausgedehnte Weinprobe.
Dazu konnten wir uns vorher aus der Speisekarte vorzügliche schmeckende Tapas aussuchen.
Fünf Mobilbesatzungen sind angetreten, drei aus BW, und zwei aus der Schweiz.
Die Tapas waren absolute Spitze.
Vor allen Dingen dann noch der Nachtisch.
Nach einer sehr ausführlichen Information vom Eigentümer Joeri Röttger über die Entstehung der Bodega 2020 und den Weinbau, ging es gut gelaunt zu später Stunde, beschwingt ins Mobil zurück.






Es geht wieder weiter zum Stellplatz „Spätzle Fritz“.

Heute am 21.02 ging es zum „Spätzle Fritz“ eine absolute Institution unter den Reisemobilstellplätzen in Spanien.
Doch zuerst musste in Valencia Diesel und LPG getankt werden.
Um Valencia herum herrschte echt dicke Luft, total diesig und überall brannten offene Feuer, in denen irgend etwas verbrannt wurde. Es stank ungemein und die Nase brannte.
Beim Spätzle Fritz angekommen, wurden wir sofort eingewiesen. Der Platz füllte sich unaufhörlich.
Auch die Schweizer, vom Abend zuvor, mit dem STX, einem 24 Tonnen Reisemobil, trudelten ein.
Jetzt fängt es auch noch an zu regnen.

Stellplatz „Spätzle Fritz“
GPS: N 40.34.32 – E 00.23.38
> 50 Stellplätze, 13€/Nacht.
Bei Einkehr in die Gaststätte nur 7€
Entsorgung , Dusche und WC, sowie WIFI vorhanden.
Der Platz hat eine einigermaßen ruhige Lage


Gegenüber des Stellplatzes ist eine riesige Mandarinenplantage.
Da die Bäume bereits abgeerntet waren, durfte man „Stoppeln“ gehen.
Die Bäume hingen noch voll, so dass wir uns schnell noch eine Tasche Mandarinen vom Baum gepflückt haben.

Die Speisekarte, im Spätzle – Fritz Restaurant, war sehr umfangreich. Sogar ein Zwiebelrostbraten wurde angeboten, der sehr gut gelungen war. Allgemein wurde von anderen Gästen am Tisch, das Essen sehr gelobt.
Nach verscheidenen Diskussionen mit anderen Mobil – Besatzungen ging es später, gut gesättigt, wieder ins Mobil.
Nach einer ruhigen Nacht geht es weiter.
Es wird die längste Etappe auf unserer Tour sein, mit ca. 360 km.
Es gibt leider unterwegs keine brauchbaren Stellplätze, und wenn, dann sind diese zu eng und kurz oder nicht offiziell freigegeben. Im den Foren wird beschrieben, hast du nicht fest gebucht, gibt es keinen Stellplatz. Ja die Stellplätze in Spanien am Mittelmeer sind leider völlig ausgebucht.
So haben wir uns entschlossen bis Roses, zum Reisemobilstellplatz, direkt durchzufahren.
Um Barcelona war dann riesiger LKW Verkehr, der sich später wieder normalisierte.
Irgendwie läuft der Verkehr hier in Spanien reibungsloser.
In Roses angekommen fanden wir einen richtig guten Reisemobilstellplatz vor.
Stellplatz Autocaravaning Rosses
GPS: N 03.09.21 – E 42.16.06
60 Stellplätze, Ver – und Entsorgung, Strom, WC, Dusche
Tel: +34669338953
Der Automat am Eingang, wurde von einem Mitarbeiter bedient, denn das Ding ist so kompliziert, da würde man Stunden brauchen, um die Logik zu kapieren.
Aber späteres Nachbuchen und Strom für einen Tag buchen, ging sehr einfach.
Ganz wichtig, hier kann nur mit Karte bezahlt werden.
Wir buchten erst einmal zwei Tage um dann nochmals 2 Tage zu verlängern.
Der Platz liegt 10 Minuten von der Strandpromenade entfernt.
Die Fahrräder sind ausgepackt, später treffen wir uns mit Freunden, die hier in Roses wohnen.








Heute treffen wir uns mit Doris und Lutz, Reisemobillisten, die wir seit 15 Jahren kennen.
Sie wohnen u.A. hier in Roses.
Mit dem PKW begann dann die Führung durch Roses, um dann über eine extrem enge und kurvige Straße nach Cadaques zu fahren.
Vorher haben wir noch das Espai Cap de Creus, den östlichsten Punkt Spaniens besucht.
Eine grandiose und zerklüftete Felsenformation.
In Cadaques war Dali einst zu Hause und hat vieles im Stadtbild geprägt.
Picasso und Max Ernst gehörten auch zu den Bewohnern.
Ein kleiner Spaziergang durch die Altstadt, dann in die alte Dorfkirche, rundeten den Ausflug ab.
In der Kirche konnten wir noch einem Orgelkonzert beiwohnen.







Wir sind wieder zurück in Cadaques.








Es ging wieder zurück nach Roses.
Ein Besuch in der besten Bodega, “ Juan Albert“, „zum Hans Albers“, so wird diese bei Deutschen genannt, folgte noch.
So eine Fassvielfalt der unterschiedlichsten Weinsorten, alles uralte Holzfässer, habe ich noch nicht gesehen.
Und den Inhalt jedes Fasses kann man probieren, bis man den richtigen „Stoff“ gefunden hat.
Wir entscheiden uns für einen einheimischen, „Granache Reserva“ Wein, der fast wie Portwein schmeckt.
Zwei Liter dieses edlen Stoffes, für 9€, wurden abgezapft.
Jetzt haben wir genug „Wegzehrung“ für die letzten 1.260 km der Heimfahrt.





Heute , am 25.02.2023 war eine länge Radtour entlang der Prommenade von Roses und dann weiter an der Küste entlang geplant.
Aber der beginnende Regen machte uns einen Strich dadurch.
Also haben wir die Räder wieder aufgeladen und abfahrfertig verstaut.
Es soll weiter gehen, nach Narbonne, dem Hafen Gruissan Air de 4 Vents,
Ein Schreck dann noch am Abend, es leuchtet von unserer ALDE – Warmwasserheizung das Display auf.
Anzeige Ventilatorstörung, kein Heizen möglich.




Meine Recherche ergab, der Lüftermotor der Gasheizung läuft nicht an bzw. sitzt fest.
Zum Glück konnten wir die Heizung auf Strom betreiben.
Den hatten wir ja für den Regentag gebucht. Vorsichtig die ALDE Heizung auf 2 kw geschaltet, der Automat an der Säule blieb drin. Somit war heizen möglich, denn es wurde nur 9 Grad warm in der Nacht.
Am Morgen habe ich dann die ALDE Heizung zerlegt, den VAN-Lüfter ausgebaut und alle Kontakte geprüft, einige nachgelötet und die Lager des Motors gefettet.
Nach Zusammenbau dann der Test. Erleichterung, die Gasheizung springt an und funktioniert.
Da wir auf vielen der nächsten Etappen keinen Strom haben, ist die reibungslose Funktion ein Muss.

Dann ging es nach Gruissan zunächst noch ein Stück freie Autobahn, dann auf die NII und die N900 durch die Pyrenäen.
An einer Stelle, kurz vor Frankreich war die Straße gesperrt, überall Polizei mit starker Bewaffnung und Nagelsternblockaden.
Uns ließ man passieren, aber etliche Fahrzeuge wurden gefilzt, wie einst an der DDR Grenze.
Dann meinte der Wind, nein der Sturm, er müsste uns auf der Straße tanzen lassen. Mit 60 bis 70 km schlichen wir unserem Ziel, dem Hafen der 4 Winde, n Gruissan entgegen.
Der Sturm ließ nicht nach, so dass wir uns im Hafen umstellen mussten.
Jetzt wird es langsam ruhiger.
Morgen soll schönes Wetter ohne Sturm sein, da werden wir eine „Sause“ durch den Ort machen.
Leider war das Wetter so schlecht, leichter Schneefall, so blieben wir im Mobil.
Draußen im Wasser, direkt vor dem Stellplatz waren viele Flamingos zu sehen.
Diese ließen sich weder vom Sturm noch Schneefall vom Grundeln abhalten.
Die Lagune ist dort nur ca. 40 cm tief.




Stellplatz Gruissan Port, Aire des 4 Vents
GPS: N 43.06.16 – E 03.05.59
Im gesamten Orts und Hafengebiet gilt strengstes Reisemobil Parkverbot!
150 Stellplätze, 10 € Mob, alle Fahrzeuggrößen.
Der Schotterplatz nur teilweise beleuchtet
2x Ver und Entsorgung.
Sanitär mit WC und Kaltduschen.
1,5 km Fußweg zu Supermärkten
Flamingos vor dem Stellplatz

Nach einem Tag Pause geht es weiter, über Montpellier nach Remoulins

Unsere heutige Etappen führte uns nach 230 km nach Remoulins.
Ein kleiner Ort, in Richtung Rhonetal.
Diesmal wollten wir nicht über die N 75 – gratis Autobahn, durch das Zentralmassiv fahren. Es könnte dort Schneefall geben, sagte unser Wetter App.
Hier in Remoulins ist ein Stellplatz der Camping Car Park Organisation, direkt an unserer Route.
Das wollen wir einmal ausprobieren.
Vorher hatte ich im Netz die CCP-Karte dafür bestellt und mit 50 € aufgeladen.
So einfach, wie die Einfahrt funktionierte, das wäre auch was für Deutschland.
Camping Car Park Remoulins
Auf dem App nachgesehen, es stehen um 10 Uhr, nur 4 Mobile auf dem Platz, er fasst 31 Fahrzeuge.
Karte vor den Leser gehalten, und die Schranke war auf.
Abgerechnet wird dann nach der Abfahrt.
GPS N 43.56.14 – E 04.33.19
Der Stellplatz besitzt außerhalb des Platzes, eine frei anfahrbar, leider sehr enge Ver – und Entsorgungsanlage.
Frischwasser bekommt man nur mit dem CCP Pass
Am Platz gibt es WIFI und Strom mit 6 A.
Eine sehr ordentliche Sache.
Jetzt, um 17 Uhr, ist der Platz fast voll belegt. 90 % aller Fahrzeuge kommen aus Deutschland.
Morgen geht es an Lyon vorbei, zum „Vogelpark“ bei Villars Les Dombes.






Den Automaten zu bedienen, verlangt schon ein wenig Wissen.
An Besten ist es, sich im Internet zu informieren.
Die erworbene Einlasskarte – Pass kann auf über 400 CCP Plätzen eingesetzt werden. Sie ist unbegrenzt gültig.
Einfach mit einem Betrag über den runtergeladenen APP aufladen.
Unter www.campingcarpark.com kann man alles nachlesen.
Bis direkt an die Schranke fahren, die Karte vor den Leser halten, fertig. Eigentlich eine super Sache, aber leider nicht ganz billig.
Deshalb standen auch fast nur Deutsche auf dem Platz.
Ein sehr günstig liegender Etappenplatz an der Route durch das Rhonetal.
Vom Stellplatz Remoulins, der ab 18 Uhr völlig belegt war, ging es am nächsten Morgen um 10 Uhr weiter, über Lyon, zum Vogelpark bei Villars Les Dombes.
Den römischen Viadukt, Pont du Gard bei Remoulins, haben wir diesmal nicht angesteuert.


Es geht zum Etappenplatz „am Vogelpark“.

Die Route verlief fast nur über die Nationalstraße N 7 .
Diese wurde häufig in großen Bögen um Orte rumgeführt. War aber gut zu fahren. Durch Lyon geht es nicht, da strenge Umweltzone, so sind wir östlich rumgefahren.







Der Vogelpark hat geschlossen.
GPS: N 45.59.31 – E 05.01.34
Die Parkplätze stehen somit uns Reisemobilen gratis zur Verfügung.
Es sind ca. 50 Plätze, für alle Größen vorhanden. Der Platz ist ruhig und gut beleuchtet. Es gibt keinerlei Service.
In einigen größeren Bäume, am Rande des Parkplatzes, waren Storchennester vorhanden.
Wir sind durch das unentwegte Klappern darauf aufmerksam geworden.
Teilweise fanden dort heftige Luftkämpfe um die Nester statt.
Die anschließende „Population“ zeigte dann, wer in das Nest gehörte.
Es geht weiter nach Belfort

Nach einer sehr ruhigen Nacht ging es dann weiter nach Belfort.
Hier war, vor fast einem halben Jahr, unsere erste Übernachtung auf unserer Tour.
Diesmal war aber eine Besichtigung der Forts geplant.
In verschiedenen Foren konnte ich lesen, dieses Fort sollte unbedingt besichtigt werden.
Das Fort liegt nur ein paar hundert Meter vom Reisemobilstellplatz entfernt.
Als wir in Belfort ankamen, ein absoluter Glücksfall, ein Reisemobilstellplatz mit Stromversorgung war gerade frei geworden.
Hier gehört Strom sowie Ver – und Entsorgung zum Gratisstellplatz, ein absolut seltener Service.
Da der Strom mit 10A abgesichert ist, konnte die Heizung auf Strom laufen. Das schonte unsere Gasvorräte.
Nach einer ruhigen Nacht, draußen waren es nur noch 2 Grad, ging es zum Fort.

Es geht zum Fort und Innenstadt von Belfort













Die Kirche hat einen besonderen ruhigen Stiel.









Eine riesige Imposante Anlage.
Auf Schildern konnte man lesen, die Festung hat schon den Westfalen, den Österreichern und vielen anderen gehört.
Also machten wir einen ausgedehnten Spaziergang durch die Innenstadt von Belfort, rauf zur Zitadelle.
Was uns sofort auffiel, alle Beschreibungen auf den Info – Tafeln, waren auch in Deutsch.
Nach einigen Stunden rauf und runter, ging es dann auf dem Marktplatz, vor dem Hotel de la Ville, dem Rathaus.
Hunger und Durst hatten sich bei uns angekündigt.
Also eine Gaststätte gesucht, im Freien einen Tisch belegt und was zum „Beißen“ bestellt.
Am Nachbartisch lernten wir dann noch zwei junge Berlinerinnen kennen, diese waren gerade dabei den Jakobsweg in Frankreich zu bewandern, was für ein Zufall.
Nach dem Austausch einiger Infos zum Jakobsweg, ging es gut gelaunt zurück ins Mobil.
Morgen soll es nach Sasbachwalden, am Fuße des Schwarzwaldes gehen.
Der Stellplatz am „Alde Gott“ einem Weinhandel, soll angesteuert werden.
Es geht weiter, nach Sasbachwalden in Baden.

Von Belfort ging es dann hauptsächlich über Landstraßen, dann kurz vor Mühlhausen auf die mautfreie Autobahn, bis Sasbachwalden.
Das elende Navi musste ich wieder austrixen, denn das kapiert nicht, dass Reisemobile in Frankreich keine LKW´s sind, somit durch Ortschaften fahren dürfen.
In Sasbachwalden, einem kleinen Weinort im Ortenaukreis, am Rande des Schwarzwaldes, haben wir Rat gemacht.
Ein sehr gut geführter Reisemobilstellplatz, mit allem was man braucht. Er liegt direkt hinter der Winzerei „Alde Gott“.
Der Platz war gut belegt, da am Tag zuvor hier ein Weinfest war.
Heute ging es ins Knussperhäusle, eine urige uralte Wirtschaft.
Endlich mal wieder einen richtig guten Zwiebelrostbraten essen.
Und es hat alles „gepasst“.
Zum Abschluss ging es zum Schnapsbrunnenweg. In einem Brunnen konnten wir unter 10 verschiedenen Schnäpsen wählen.
Das Kirschwasser wurde auserkoren, es schmeckte prima.
Anschließend noch zum „Alde Gott“, zwei Flaschen von deren legendären Eierkirsch kaufen.
Jetzt wird noch ein weiterer Tag Pause eingelegt, wir haben ja Zeit.



Und dass ja keiner in den Bach pinkelt, wird hier Bier gebraut???

Der erste Schnapsbrunnen …..

Morgen geht es dann auf die letzte Etappe, 170 km zurück nach Waldenburg.
Zum Glück sind wir etwas früher durch Frankreich gefahren.
Die Streikfreudigkeit der Franzosen ist ja berüchtigt. Jetzt gibt es wieder auf vielen Straßen, auch den Transitstrecken, Straßensperren durch Protestierende. Der Treibsoff wird auch wieder knapp, und es wird wieder so, wie bei der Fahrt im September sein, Tankstellen sind mit Flatterbänder abgesperrt, oder Zapfpistolen stecken in einem Handschuh. Da kann man schon größere Probleme bekommen.
Die letzte Etappe auf unserer Reise

Resümee der langen Reise.
Es hat Spaß gemacht. Aber sehr wichtig ist, dass vieles im Vorfeld unbedingt recherchiert werden muss, damit alles stressfrei verläuft.
Wir sind ca. 6.400 km durch halb Südeuropa gereist. Jeder Tag brachte uns ein neues Abenteuer.
Dabei haben wir feststellen müssen, sich nur auf moderne Navis zu verlassen ist nicht gut, manchmal hoffnungslos.
Bei unserem Festeinbau im Mobil, waren trotz einem Update 2022, von Frankreich, Spanien und Portugal, extrem viele Angaben völlig falsch.
Also immer noch das „Hirn“ einschalten und wie in alten Zeiten, die Augen auf und schauen, was am Straßenrand für Schilder stehen, oder ab und zu auch die alte analoge Papierkarte benutzen.
Viele Strecken, vor allen Dingen in Frankreich, werden in Zukunft mit Maut belastet werden. Diese ist in Frankreich schon erheblich.
So viele Radarfallen und Sektionsmessstellen, wie in Frankreich, haben wir noch nie gesehen.
Da die Höchstgeschwindigkeit auf Landstraßen in Frankreich nur 80 km beträgt, war das ein völlig entspanntes Fahren.
Ich habe deshalb unser festeingebautes Navigationsgerät so eingestellt, dass es, sobald die zugelassene Höchstgeschwindigkeit am Ort überschritten wird, es sich beschwert und Alarm gibt, null Prozent Toleranz. Das erspart uns extrem teure Strafmandate, vor allen Dingen in Frankreich.
Zu Spanien ist unbedingt Folgendes zu beachten:
Stellplätze am Mittelmeer müssen mindestens 6 bis 8 Monate vorher verbindlich gebucht werden. Die Plätze sind fast alle überfüllt. Sollte man auf einem Platz länger als die gebuchte Zeit stehen wollen, geht das meistens nicht, ein Anderer wartet schon auf den Platz. Auf den meisten großen Reisemobilstellplätzen steht man wie die Ölsardinen in der Büchse, extrem eng beieinander. Nur im Inland ist eine brauchbare Platzsituation anzutreffen. Aber leider sind viele Reisemobilstellplätze, die momentan laufend neu eröffnet werden, viel zu klein für Fahrzeuge über 8 Meter.
Auf vielen Stellplätzen ist eine Sammeltankentleerung auf Grund der Anlagenkonstruktion nicht, oder nur sehr schlecht möglich. Da geht es nur mit Schlauch oder einer Pumpe. Dies sollte bei einer Reiseplanung unbedingt mit berücksichtigt werden.
Die örtlichen angebotenen Sanitäranlagen sind meistens sehr einfacher Natur. Also unbedingt die eigene Infrastruktur im Fahrzeug nutzen.
In Spanien und in Portugal ist das „freie Stehen“ mit dem Reisemobil, leider häufig völlig verboten. Wer sich diesem z.B. in Portugal widersetzt, muss mit einer Strafe von 240 € rechnen, die sofort fällig ist. Wir mussten etliche Male selber erleben, wie „Vollidioten“ mit dem Mobil losfuhren, dabei die Tanks öffneten und den stinkenden Inhalt auf der Straße entsorgten. In Spanien werden übrigens weitere freie Stellplätze in Kürze geschlossen, Ziegenwiese und Schlangenbucht.
Unterwegs haben wir sehr viele nette und gleichgesinnte Reisemobillisten kennen gelernt.
Mal sehen was sich auf Dauer daraus entwickelt.
Sechs Monate zusammen, in einem Raum mit ca. 16 m² Grundfläche wohnen, ist auch schon eine kleine Herausforderung, die aber sehr gut funktioniert hat.
Somit ist unser Auszeit jetzt leider zu Ende.
Unsere Gesamtstrecke durch Südeuropa ca.6.400 km
