2023-2024 Spanien

Reise und Auszeit 2023-2024

Nach eingehender Planung haben wir uns entschlossen, mal wieder dem Winter in Deutschland zu entfliehen.

Anfang Mai habe ich angefangen, bei allen interessanten Stellplätzen und Campingplätzen, die zum Überwintern geeignet sind, in Spanien anzufragen, ob in der Zeit 12.2023-02.2024 ein Platz für uns frei wäre.

Über 50 Plätze / Camps habe ich angeschrieben, fast alle haben geantwortet, in dieser Zeit sind sie bereits voll ausgebucht.

Nur der DÜMO-Camperpark in Aguilas schrieb, er hätte noch etwas in der angefragten Zeit frei. Freunde, die wir in Portugal getroffen hatten, haben mir diesen Platz als besonders schön beschrieben.

Da habe ich dann sofort zugeschlagen, denn anscheinend werden gute Stellplätze in Spanien bereits bei der Abfahrt für das nächste Jahr wieder fest gebucht.

Der Platz wurde dann angezahlt, so dass die Sicherheit besteht, wir haben einen Stellplatz.

Das ist wie bei einem „blind Date“.

Wir sind um eine große Erfahrung reicher geworden.

Spanien so einfach zu Bereisen um irgendwo zu Überwintern oder längere Zeit zu verbringen , ist nicht mehr möglich. Ein dreiviertel Jahr muss vorher alles geplant und entsprechend reserviert werden. Somit ist der eigentliche Charme des Reisens mit dem Mobil verflogen.

Dann ging es am 09.12.2023 los.

09.12.2023

Wir fahren das Rhonetal runter, da dort nicht mit Schnee zu rechnen ist.

Zwischenstationen wurde der Stellplatz in Belfort, der Stellplatz Parc des Oiseaux am Vogelpark bei Villars-les-Dombes, und der Camping Car Park Remoulins. Dieser Platz ist sehr ruhig und zum Übernachten bestens geeignet.

Das nächste Ziel ist dann der Stellplatz, Aire des 4 Vents in Gruissan, in der Nähe von Narbonne.

Wir fahren nur Mautfreie Straßen bzw. ein Stück auf der A 75, die Mautfrei ist.

Die Gesamtstrecke beläuft sich dabei auf 1.112 km.

Der Stellplatz von Belfort. Eigentlich nur für 8 Mobile zugelassen, aber am nächsten Morgen waren es über 20 Mobile.

Es ging dann weiter, nur über Nationalstraßen, zum Vogelpark und dann nach Gruissan.

12.12.2023

Im Hafen von Gruissan waren alle Gaststätten etc. geschlossen. Der Stellplatz ist in der Zeit von Anfang Dezember bis 15.02. gratis. Deshalb war er von Franzosen fast voll belegt. Die Ver- und Entsorgung sowie die Duschen (Kaltwasser und total versifft) war aber geöffnet. Manche unverschämten Franzosen belegten dabei gleich einmal 3 Plätze, markiert mit Flatterbändern und Teppichen und Hütchen.

Von Gruissan ging es dann in einem durch, zum „Spätzle Fritz“ der Institution in Spanien. Diesen Platz haben wir schon vor 20 Jahren angesteuert. Mitten in Mandarinenhainen gelegen. Diese waren dieses Jahr noch nicht abgeerntet, so durften wir leider nicht „Stoppeln“ gehen. Günther, der Einweister, hat uns sofort in Empfang genommen und einen entsprechenden Stellplatz zugewiesen. Ja genau an die Linie fahren und seinen „Befehlen“ Folge leisten, ansonsten wird er grantelig.

13-14.12.2023

Nach einem Tag Pause beim Spätzle Fritz sind wir dann weiter gefahren. Das nächste Etappenziel war der neue Stellplatz von Claudete.

14.12.2023

Dieser Stellplatz wurde erst im Sommer 2023 in Betrieb genommen. Leider ist dieser Platz nur für Fahrzeuge von 6 bis 7 m konzepiert worden. In der Nacht standen wir dann mit drei Mobilen, zwei Tandemachser und einem kleineren Mobil auf dem sehr ruhigen Stellplatz. Die Ver – und Entsorgung ist dort gratis.

Nach ruhiger Nacht ging es jetzt weiter zu unserem Endziel, dem DÜMO-Camperpark bei Aguilas.

15.12.2023

Vorher haben wir noch kurz nach Elche eine Repsol Tankstelle angefahren, LPG-Gas und Diesel tanken. Kurz vor dem Camperpark ist ein ALDI, den wir dann auch angefahren haben. Alles was für die nächste Zeit notwendig ist, Getränke, Trinkwasserkannister etc. wurde eingekauft.

Wir kamen einen Tag zu früh an, aber wir konnten den bestellten Platz 49 schon anfahren.

Ein sauberer und ordentlicher Camperpark, kein Campingplatz. Hier ist alles unter deutscher Leitung, was in verschiedenen Foren einigen Holländern gar nicht gefiel. Einziger Nachteil des Platzes, das WIFI funktioniert nur eingeschränkt, und eine benachbarte Waschmaschine schnurrt den ganzen Tag. Nur das elende Hundegebell, bis zu 12 Stunden non stop, aus einer benachbarten Siedlung wird von vielen schon angeprangert, sehr nervend. Ansonsten alles sauber und gepflegt.

18.12.2023

Wir radeln nach Aguilas, zum Einen um die Stadt anzusenhen, zum Anderen, um Vorräte zu bunkern. Es sind nur 4 km zu radeln.

Petra genießt die Sonne, wir sind mal wieder beim „Futtern“. Lilo und Norbert kannten wir von der Tour 2022-2023, aus Portugal.

Um in den Ort zu gelangen, ging es zuerst nur bergab, das war ja kein Problem. Aber nach einigen Bierchen und einem vollen „Ranzen“ den Berg wieder rauf, das war schon heftig.

Eine zusätzliche Solarzelle am Mobil, trägt dazu bei, dass wir seit Mitte November keinen „Landstrom“ mehr gebraucht haben. Die Akkus waren meistens bereits um 14 Uhr zu 100 % geladen. Diese Art der Energieversorgung haben wir zum ersten Mal so richtig intensiv ausprobiert, die neuen FePo4 Batterien sind super im Lade und Abgabebetrieb.

Mit Lilo und Norbert wird jetzt erst einmal ordentlich gevespert, jeder brachte ein paar Würstchen und Salat mit. Norbert weihte seinen neu erworbenen Gasgrill ein.

24.12.2023

Es ist Heilig Abend, wir haben uns zum Jazz – Frühschoppen in der Gaststätte auf dem Platz angemeldet. Ein Saxophonist, den wir schon einen Tag zuvor auf dem großen Markt in Aguilas gesehen hatten, spielte auf. Sage und schreibe 3 Stunden Musik mit einer riesigen Auswahl von Musikstücken aus den 60 zigern bis in die Neuzeit.

Einen Weihnachtsbaum haben wir natürlich auch, der verliert seit vielen Jahren keine Nadeln.

Heilig Abend, das Käsefondue ist angerichtet, der gute Rose Wein, der Bordega 2020 bei Valencia, gehört dazu.

Seit unserer Ankunft hier in Aguilas scheint permanent die Sonne, und es wird bis 21 Grad warm am Tag.

26.12.2023

Heute haben wir eine längere Radtour unternommen. Wir wollten einen weiteren Stellplatz, ANIBAL, der liegt an einer Tankstelle außerhalb Aguilas anfahren und uns den mal genauer ansehen. Dazu mussten wir quer durch Aguilas, immer über die Strandprommenade am Meer entlang radeln.

Diese Tankstelle hat alles was man benötigt, Waschen der Mobile, und eine LPG Tankstelle, die permanent umlagert war, dort kann man alle Arten von Gasflaschen selber befüllen. Der Platz ist leider sehr laut, durch die vorbeiführende, stark befahrene Straße. Es sind Duschen, eine VE-Anlage und Strom gegen Gebühr vorhanden.

Ein Transitplatz, für 1-2 Nächte geeignet aber nicht länger!!

Danach ging es nach Aguilas zurück, und nach Einkehr in eine Gaststätte, ein Bier und Pruschetto, haben wir noch zwei Supermärkte „konsultiert“. Wir brauchten Trinkwasser. In Spanien ist das Leitungswasser sehr schlecht, es stammt größtenteils aus Talsperren oder diversen Brunnen und ist sehr stark „aufbereitet“, es stinkt nach Chlor. So kauft man sich im Supermarkt 8 Liter – Plastikflschen für den Kaffee oder zum Kochen. Ein DIA Markt hatte auch guten Rotwein in 3 Liter Kontainern. Also gleich mal ein Paar eingekaut. Alles muss dann auf das Fahrrad und in die Satteltaschen passen. Dann ging es zurück zum Stellplatz, den steilen Buckel rauf, um einfach noch bis zum Sonnenuntergang zu relaxen.

29.12.2023

Wir sind ein wenig in die Berge gewandert. Die Infrastruktur für Wanderer ist hier nicht berauschend, nein gerade zu schlecht.

Um auf einen Hügel zu gelangen muss man schon über extreme Schotterhalden laufen, die extrem rutschend sind. Es sind Abraumhalden vom alten Bergbau, der hier einst betrieben wurde. Das riesige Wasserbecken vor uns war völlig ausgetrocknet. Man sagte uns später, der Gemüseanbau im Tal lohne sich nicht mehr. Die Wege sind leider von den Hunden der Spanier und der Camper, arg versch….

Im Hintergrund kann man Aguilas im Dunst erkennen.

Ein Blick auf den DÜMO Camperpark ,von einer Anhöhe gegenüber.

31.12.2023

Und wieder geht ein Jahr zuende, dass nur viele Probleme brachte. Nicht bei uns, aber weltpolitisch gesehen war das Jahr ein Desaster.

Um 19 Uhr ist die große 80 iger Party in der Platzgaststätte angesagt. Wir sind mal gespannt was da so auf uns zukommt.

Das kalte Buffet, das uns am Abend geboten wurde, war absolutze Spitzenklasse. Wie wir später erfuhren, wurde es von einem Koch, der bei einem Sternekoch in einem Steinberger Hotel gelernt hatte, zubereitet.

Leider war die anschließende Musikberieselung dermaßen laut, dass wir mit unseren Tischnachbarrn die Flucht ergriffen haben.

Den Rest des Abends und den Jahresausklang genossen wir dann bei einem guten Wein bzw. später einer Flasche Sekt um Mitternacht gemütlich in unserm Mobil. Da konnten sich die Ohren wieder erholen.

01.01.2024

Zum gratis Sektempfang wurden wir von der Geschäftsführung des Platzes um 11 Uhr, vor der Platzgaststätte, eingeladen. Dies wurde natürlich gerne angenommen und wir gingen erst wieder ins Mobil, als der Sektvorrat vollständig „geplündert“ war.

So langsam haben wir uns an das „Faulenzen“ gewöhnt. Frühstück erst um 10 Uhr, ja keinen Stress verursachen.

06.01.2024

Petra ist in die Berge oberhalb des Stellplatzes gewandet und hatte einen trauhaften Anlick. Die umgebende Lanschaft ist wie eine Mondlandschaft, ohne grünen Bewuchs, nur Schotter und Steine.

Aguilas im Hintergrund

Blick nach Calabardina und zum Cape Cope

Das Cabo Cope und die Ortschaft Calabardina (einst Heimat von Dieter Thomas Heck) werden wir in den nächsten Tagen mit dem Radel anfahren.

09.01.2024

Die traumhafte Bucht von Hornillo, die läd zum Faulenzen ein, richtig ruhig ist es hier.

Wir machen eine Radtour nach Hornillo, einem Teilort von Aguilas. Hier hat ein Privatmensch in 12 Jahren eine Mosaiklandschaft geschaffen. Eine Treppe rauf, an einer leider geschlossenen Gaststätte vorbei, mit Treppen, Kapitellen und Sitzgruppen.

Das Rincon del Hornillo, hinter dem Strand El Hornillo in Aguilas mit Mosaik verziert von Juan Martinez Casuco.

Dann ging es weiter, zu einem Aussichtpunkt nördlich von Aguilas. Dazu mussten wir einen starken Anstieg mit den Rädern bewältigen. Aber der Ausblick war toll, es hat sich jedenfalls gelohnt.

11.01.2024

Heute bekamen wir leider nur kurz Besuch von Freunden aus Flensburg, Heidi und Reiner, auf ihrem Weg nach Gibraltar. Die Beiden kennen wir aus dem ehemaligen EMHC. Sie wollten einen Platz für drei Tage buchen, was leider nicht möglich war, alle Plätze sind hier besetzt, schade.

So sind die Beiden weiter gezogen, nach Carboneras, wie zuvor Lilo und Norbert. Dort gibt es noch einige freie Reisemobilplätze.

Das das Wetter heute durchwachsen ist, blieben wir am Stellplatz.

Leider erweisen sich die Hunde, in der benachbarten Siedlung, schon seit vielen Tagen als eine extreme Belastung. 12 Stunden am Tag bellen diese Viecher ohne Pause, eine Zumutung. Leider unternimmt die Platzverwaltung nichts dagegen. Mal sehen was die sagen und unternehmen, wenn ich diese Negativfaktoren ins Netz und diverse Reisemobilforen einstelle..

Wäre Spanien nicht völlig ausgebucht, würden wir sofort hier abreisen und weiter ziehen. Also Ohren zu und da müssen wir durch.

12.01.2024

Heute haben wir eine Rad zur Isla del Fraile gemacht. Dazu mussten wir durch eine riesige Feriensiedlung, die Häuser waren teilweise direkt an den Berg angeklebt, sehr steil rauf und ebenso 2 km sehr steil wieder runter fahren.

Hier bot sich eine tolle Kulisse. Die Insel ist vom Festland getrennt, man kann nur mit einem Boot rüber kommen.

Auf der Insel sind sehr viele Ausgrabungen zu erkennen, die aber durch Geldmangel der Behörden beendet wurden. Es sind Überreste aus der Römerzeit, die freigelegt wurden. Da es hier ein starkes Fischvorkommen gibt, haben die Römer damals hier ihre „Spezialsoße, das Garum“ produziert. Das wurde aus Fischen und anderem Meeresgetier hergestellt, indem man es komplett mit allen Eingeweiden bei ca. 40 Grad in der Sonne, in Bottichen verfaulen lies. Der Rest wurde ausgepresst, gefiltert und dann als Gewürz verwendert. Auf Grund des extremen Gestankes bei der Herstellung, musste dies weit außerhalb der Bebauung erfolgen.

14.01.2024

Heute sind wir nochmals zum Cabo del Cope geradelt. Vorbei kamen wir an einer kleinen Bucht, die trotz Einfahrverbot für Reisemobile, von diesen voll gestellt war. Fahrzeuge vom Van bis zum Morelo und größer, alles war vertreten. Hier gibt es keinerle Ver – und Entsorgung…

17.01.2024

Castillo San Juan de las Aguilas

Heute fahren wir mit dem Rad zu alten Festung in Aguilas. Die Auffahrt war extrem steil, aber für unsere Flyer machbar. Petra lief die letzten Treppen zur Burganlage rauf, ich benutzte den Aufzug. Der Aufzug und die Besichtigung der Burganlage waren für uns „Senioren“ gratis, toller Service. Von hier oben aus bot sich uns ein Toller Ausblick über Aguilas und die Küste.

Nach 2 Stunden ging es wieder abwärts. Dabei kamen die „Rollen – Bremsen“ unserer Fahrräder an die Belastungsgrenzen.

Ein Bierabsacker auf dem Plaza de Espana musste sein.

Danach noch eine Weiterfahrt zum Hafen und dann über einen Supermarkt zurück zum Stellplatz.

21.01.2024

Die Zeit ging hier um wie im Fluge. Heute reisen wir wieder ab, nach 5 Wochen auf dem DÜMO Camperpark.

Es geht zunächst wieder zum Übernachtungsstellplatz Caudete und dann zum Stellplatz Spätzle Fritz. Vorher haben wir noch bei einer REPSOL Tankstelle LPG-Gas und Diesel getankt.

Stellplatz an der Arena Claudete

Vom Spätzle Fritz geht es dann weiter nach Roses. Dort haben wir uns mit unseren alten Freunden, Doris und Lutz auf dem Camping Joncar Mar Roses verabredet. Sie stehen dort auch schon längere Zeit. Zunächst sind einmal drei Tage angesetzt. Je nach Wetter könnte das noch länger werden.

22.01.2024

Wir sind in Roses.

Hier trafen wir uns mit Freunden, Doris und Lutz. Auf dem Campingplatz Joncamar hatten sie uns einen Platz reserviert. Alleine in diesen Platz zu rangieren war schon extrem, da alles viel zu eng ist. Am nächsten Tag stellte ich mich um, aber auch hier absolute Enge.

Dies ist kein Campingplatz, es ist ein „Kuschel – Camper-Stellplatz“.

Doris und Lutz

Überall Bäume im Weg, der Nachbar steht so eng, dass man sein Essen auf dem Tisch erkennen kann.

Natürlich besuchten wir wieder die Bodega, mit den vielen Weinfässern. An jedem Fass ist eine Zapfmöglichkeit, um den Inhalt zu testen. Dies taten wir dann auch ausgiebig. 6 Liter diverse gute Weine haben wir dann gekauft.

Nach drei Tagen sind wir dann wieder abgereist, in Richtung Frankreich.

26.01.2024

Die Chaosfahrt nach Gruissan.

Wir wunderten uns schon, dass auf der Landstraße durch die Pyrenäen 40 Tonner LKW´s unterwegs waren. Die Straße ist normal für LKW ab 7,5 Tonnen gesperrt, da extrem enge Ortsdurchfahrten vorhanden sind. Dann begann in Frankreich das Chaos.

Bauern hatten die Autobahn mit brennenden Barrikaden gesperrt. Dadurch musste der gesamte Verkehr über National – und Ortsstraßen gegen. Ein Stau ab Französischer Grenze bis Narbonne ca. 100 km, war der Fall.

Wütende Bauern attackierten uns, gossen uns durch das offene Fenster eine Ladung Rotwein ins Mobil. Anschließend trat einer dieser Deppen, anscheinend völlig besoffen, uns ein Rücklicht ab.

Überall auf den Staßen lagen Berge von Lebensmitteln, Gurken, Paprika, Orangen und anderes Zeugs. Einfach sinnlos hingekippt. LKW´s hatten die Lebensmittel teilweise zu Matsche gefahren. Welch ein Frefel!!!

Auch der Pullover von Petra ist total mit Rotwein versaut, nicht mehr auswaschbar.

Die Polizei zu bemühen, wäre zwecklos gewesen, die war nicht anwesend, hatte sich regelrecht verzogen.

Überall Traktoren und brennende Haufen mit riesigem schwarzem Rauch auf den Straßen. Es ist ein Bauernkrieg, wie wir ihn noch nie gesehen bzw. erlebt haben.

Jeder Kreisverkehr war belagert und mit Traktoren, Mist und brennenden Reifen blockiert. An den Straßen standen dazu auch noch überall große LKW´s (meistens 40 Tonner), extrem verkehrsbehindernd rum, die mussten ja ihre Lenk – und Pausenzeiten einhalten. Also war denen die Parkmöglichkeit völlig egal.

Aber nach 6 Stunden konnten wir, nach 150 km Fahrt/Stehen endlich abbiegen, und sind im Hafen und dem Stellplatz von Gruissan, unserem geplanten Tagesziel, gelandet.

Hier in Gruissan wollten wir nach dem Stress zwei Tage Pause machen. Also Fahrräder abgeladen und erst einmal beim LIDL im Ort eingekauft. Dann habe ich noch das zertretene Rücklicht soweit repariert, das es zumindestens wieder funktionierte.

28.01.2024

Da heute das Wetter bescheiden ist, haben wir uns entschlossen bis Millau zu fahren. Diesmal gab es unterwegs keine Blockaden und brennende Reifen auf den Straßen. Nur diverse Reste waren noch erkennbar. Nach 170 km , teilweise über die freie A 75, waren wir auf dem Stellplatz in Millau an. Es ist ein Camping Car Park. Nur drei weiter Womos waren jetzt da.

Der Stellplatz in Millau, in 10 Minuten Fußweg ist man in der historischen und sehenswerten Innenstadt. Ein sehr „einsamer“ Ort, alles wirkt sehr vernachlässigt.

Leider ist dieser Platz auch eine Fehlkonstruktion, nur bis max. 7 m lange Reisemobile geeignet. Aber in eine Ecke können wir uns reinquetschen. Strom funktioniert, so kann ich alle Akkus incl. Laptop mal wieder richtig vollladen. Nur das Internet klappe nicht, defekt. Am späteren Abend füllte sich der Platz immer mehr.

29.01.2024

Es geht nach einer ruhigen Nacht wieder weiter. Über die A 75 durch das Zentralmassiv. Eine sehr anspruchvolle Gebirgsstrecke, extreme Steigungen und dann wieder Gefälle. Unser Motor musste so einiges leisten, der Dieselverbrauch war auch dementsprechnd hoch. Über Clermond Ferrand ging es weiter. Leider war die Strecke wieder von Bauern am Stadteingang blockiert, so mussten wir wieder auf einige Nebenstrecken ausweichen, um am Ziel anzukommen.

Das Ziel war diesmal der Stellplatz am Kanal bei Digoin. Ein sehr schön angelegter Stellplatz. Die Versorgungseinrichtungen waren aber alle geschlossen. Der Platz gratis. Es sollte sich eigentlich um einen ruhigen Stellplatz handeln. Das war auf Grund des LKW Vekehrs, der umgeleitet wurde, wegen der Bauernproteste, nicht der Fall. Die LKW´s rollten 10 m weiter an uns vorbei.

30.01.2024

Heute fahren wir weiter in Richtung Belfort. Aber einige Punkte mussten auch hier wieder umfahren werden.

Aber alle Sperrungen konnten wir gut „umschiffen“. Nach knapp 5 Stunden Fahrt waren wir dann in Belfort. Wir hatten sogar Glück, drei Stellplätze waren diesmal frei, und eine Steckdose wurde sofort belegt. Das ist hier absolut selten der Fall.

31.01.2024

Nach einer ruhigen Nacht geht es wieder weiter, über Mülhouse nach Sasbachwalden, auf den dortigen Stellplatz hinter der WZG – Alde Gott. Heute soll es endlich mal wieder einen Zwiebelrostbraten geben. Aber die ausgesuchte Gaststätte, das Knusperhäusle, hat Betriebsurlaub. Also geht es in den Gasthaus Engel, mit einer geobenen Gastronomie.

Nach reichlichem sehr gutem Essen, die hatten leider keinen Zwiebelrostbraten, ging es zurück ins Mobil. Am nächten Tag wollten wir den Schnapsbrunnenweg I laufen. Das ist ein Rundweg, an dem an verschidenen Stellen Brunnen sind, in denen Schnapsflaschen, mit edlen Bränden stehen. Für 1 € kann man sich dann einen Schaps, oder auch mehr auswählen.

Doch das Wetter machte uns einen Strich durch die Planung. Es goss unaufhörlich und war kalt.

Also blieb uns nichts anderes übrig, als die Heimfahrt anzutreten. Auf unserer letzten Etappe kamen wir trotz starkem Verkehr, ohne Stau, nach über 4.000 km, wieder in Waldenburg an.

Hiermit endet unserer Blog 2023-2024 – Überwintern in Spanien.